CSU-Kandidat für 2020

Bürgermeister Tobias Windhorst soll in Töging weitermachen

+
Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst, Stephanie Windhorst, Altöttings Landrat Erwin Schneider
  • schließen

Töging - Auf der Nominierungsversammlung der CSU Töging wurde der amtierende Bürgermeister Tobias Windhorst einstimmig erneut zum Bürgermeisterkandidaten für die Wahl nächste Jahr gewählt.

 Tobias Windhorst einstimmig wieder zum Kandidat für 2020 gewählt

Unerwartet viele Gäste konnte der Vorsitzende Dominik Joachimbauer zur Nominierungsveranstaltung der Töginger CSU begrüßen. Neben Landrat Erwin Schneider und Dr. Martin Huber (MdL) und der Vorsitzenden der Frauenunion, Melanie Häringer, waren noch deutlich über 100 weitere Personen am Sonntag in den Saal des Gasthof Springer nach Töging gekommen. In der vom Landtagsabgeordneten Martin Huber geleiteten Wahl zur Nominierung waren aber nur die 58 Mitglieder des Ortsverbandes über 18 Jahren stimmberechtigt. Alle 58 berechtigten Stimmen erhielt der amtierende Bürgermeister Tobias Windhorst für seine Kandidatur, der von allen Anwesenden mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Gewählt wurde am Sonntag allerdings nur der Kandidat für das Bürgermeisteramt, die weiteren CSU-Stadtratskandidaten wollen sich den Tögingern in einer gesonderten Veranstaltung am 7. November präsentieren. 

Amtierender Bürgermeister Windhorst: „Ohne Dich wäre das nicht möglich!“

In seinen einleitenden Worten erinnerte Dominik Joachimbauer an die Kommunalwahlen vor zwölf Jahren, bei der Tobias Windhorst zum ersten Mal für die CSU als Kandidat für die Leitung des Rathauses angetreten war. Auch dankte er ihm für seinen „tollen Einsatz für die Stadt Töging“, den er seit seiner erfolgreichen Kandidatur 2014 leistet. Noch bevor der 44-Jährige Jurist dann in die Details seines Wahlprogramms ging, dankte er seiner Frau Stephanie, die sich so gut um die drei Kinder kümmere, die allesamt erst während der letzten Legislatur geboren wurden: „Ohne Dich wäre das nicht möglich!“ betonte der amtierende Töginger Bürgermeister. Ebenso dankte er auch seinen Eltern für deren Unterstützung. 

Tögings Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst, Stephanie Windhorst, Altöttings Landrat Erwin Schneider

Windhorst präsentiert große Erfolge der CSU

Als ausschließliche Erfolge der CSU verbuchte Windhorst dann im politischen Teil seiner Vorstellung beispielsweise den Ausbau der Gewerbegebiete an der Autobahn, wo sich neben den Erweiterungen von ortsansässigen Unternehmen auch noch weitere Firmen angesiedelt haben. Dabei betonte Windhorst, dass für ihn die lokale Wirtschaft Vorrang vor neuen Zuzügen habe: „Ein reiner Logistikvorort von München wollen wir auch nicht sein!“, so der Bürgermeister. Ebenso beanspruchte Windhorst die 250 Millionen Euro schwere Investition der Verbund AG als einen Erfolg der CSU, genau, wie die kurz vor der Fertigstellung stehende neue Sporthalle an der Comenius- Schule. Auch hier habe er in Zusammenarbeit mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber bewirken können, dass aus der zunächst genehmigten Einfachturnhalle noch eine Zweifachturnhalle wurde. „Das haben wir zusammen geschafft!“, betonte Tobias Windhorst. 

Produktive Diskussionen im Stadtrat 

Außerdem seien verschiedene wichtige Standorte in Töging inzwischen mit leistungsfähigem Internet angeschlossen, was die Stadt am Innkanal für Unternehmen noch interessanter werden lasse. Tobias Windhorst dankte aber auch dem gesamten Stadtrat für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren: „Wir haben es geschafft, dass dort sehr sachlich über Inhalte diskutiert wird und nicht über Käse!“, lobte der Bürgermeister auch die anwesenden Stadträte und die anderen Fraktionen in diesem Gremium. Besonders mit zahlreichen angestoßenen Bauvorhaben sei man dort auf dem besten Weg, Leerstände und Schandflecken zu beseitigen und Baulücken zu schließen. Er betonte dabei aber, dass die Hauptinitiative hierfür von Privatinvestoren kommen müsse, die man dabei bestmöglich unterstützen werde. 

In diesem Zusammenhang kam Windhorst auch auf die teure Sanierung der Wolfgang-Leeb-Straße zu sprechen: „Es ist zwar teurer geworden, als erwartet, aber ich bereue diesen Schritt nicht!“, so der Amtsinhaber. Die Verwaltung im Rathaus sei inzwischen großteils auf elektronische Datenverarbeitung und - sicherung umgestellt und auch die Bürger hätten über die Homepage die Möglichkeit sich eine Reihe von Behördengängen zu sparen. Es wurden an diversen Stellen im Stadtgebiet kostenlose WLAN- Hotspots eingerichtet und die Grüngutsammelstelle sei nun auch besser erreichbar.

Wasserversorgung in Töging gesichert und im Ausbau 

Neue Bürger werden nun mit einem Bergrüßungspaket willkommen geheißen und für die E-Mobilität werden derzeit in Zusammenarbeit mit der StroTög mehrere Elektrotankstellen geschaffen. Auch die früher umstrittene Qualität der Wasserversorgung sei inzwischen kein Thema mehr: demnächst sollen die Probebohrungen für den geplanten Tiefbrunnen beginnen, der Tiefbehälter wurde erweitert, ein Notverbund mit Mühldorf hergestellt und diverse Außenbereiche Tögings an das Wassernetz angeschlossen. Die langfristige Lösung habe in den kommenden Jahren die höchste Priorität, erklärte Tobias Windhorst. 

Mehrere Projekte für höhrere Lebensqualität in Planung

Damit man sich in Töging künftig noch mehr wohlfühlen könne, sei es sein Ziel, noch mehr Grünanlagen zu schaffen. Dafür könne beispielsweise der Friedhof noch parkähnlicher gestaltet werden oder am Innwerkshang durch Renaturierungsmaßnahmen ein Naturlehrpfad entstehen, ähnlich wie er erst kürzlich im Altöttinger Gries eröffnet wurde. Auch soll derStadtpark beim Rathaus neu gestaltet werden und das Mehrzweckbecken im Töginger Schwimmbad saniert werden. 

Mehr Geld für Vereine und Freizeitaktivitäten

Um den Vereinen die richtige Wertschätzung für ihre wertvolle Arbeit in der Jugendförderung entgegenzubringen, möchte Windhorst unter Anderem das Sportgelände am Harter Weg weiter ausbauen oder für einen Bike-Park sorgen sowie der Feuerwehr und generell allen Vereinen noch mehr Förderung zukommen lassen. Dies alles aber unter der Prämisse, dass der Haushalt der Stadt weiter konsolidiert werden kann: „Ich bin ja bekannt dafür, dass ich recht knauserig sein soll!“, entschuldigte sich Windorst dafür, dass sich der Schuldenstand Tögings in seiner ersten Legislatur bereits von zehn auf fünf Millionen Euro halbiert hat und gleichzeitig die Rücklagen von drei auf acht Millionen Euro gestiegen sind.

pbj

Zurück zur Übersicht: Töging am Inn

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT