Töginger Stadtrat verabschiedet Haushalt 2019

Nach den steuerstarken Jahren: "Wir sind alle gute Schwimmer"

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Töging am Inn – „Die junge Stadt voller Energie“, heißt es auf deren Homepage. Die aktuellen Zahlen zum Steueraufkommen könnten diese bremsen. So galt es auf der jüngsten Stadtratssitzung, beim Thema Haushalt 2019 einen gesunden Weg zu finden.

Obwohl Töging am Inn nur schwer mit den Industriegemeinden wie Burgkirchen, Haiming und Burghausen konkurrieren kann, hat es das 5. höchste Steueraufkommen im Landkreis Altötting. Dies wurde am Rande der jüngsten Stadtratssitzung bekannt, wo es hauptsächlich um die Verabschiedung des Haushalts 2019 ging. Demzufolge wird der Verwaltungshaushalt in diesem Jahr auf rund 17,5 Millionen sinken.

Die steuerstarken Jahre sind erst einmal vorbei

Darüber hinaus wurde in den rund 4,9 Millionen großen Vermögenshaushalt wurden schon eine Rücklagenentnahme von rund 2,1 und eine maximale Kreditaufnahme von rund 1,5 Millionen Euro mit eingerechnet. „Nach den letzten beiden steuerstarken Jahren, haben wir mit einer höheren Kreisumlage und geringeren Schlüsselzuweisungen gerechnet“, erklärte Bürgermeister Tobias Windhorst.

Lob und Mahnung und die Zukunft im Blick

  • Christoph Joachimbauer (CSU) lobte den Ersten Bürgermeister Windhorst dafür, dass in den vergangenen Jahren so gut gewirtschaftet worden sei, „dass wir uns jetzt diese hohe Rücklagenentnahme leisten können“. Er betonte auch, dass neben den reinen Geldrücklagen auch Grundstückskäufe getätigt wurden, die eine langfristige Anlage darstellen würden.
  • Werner Noske (SPD) lobte die fraktionsübergreifende Kompromissbereitschaft und Zusammenarbeit im Stadtrat: „Mag die See auch stürmisch sein, so sind wir alle gute Schwimmer, davon bin ich überzeugt“, sagte er in Bezug auf die hohe Rücklagenentnahme. Dennoch mahnte er, künftige Projekte wie die Sanierung der Mehrzweckhalle, die Öko-Modellregion und die Wohnungsbaugesellschaft nicht aus den Augen verlieren dürfe.
  • Für die Freien Wähler dankte Josef Neuberger den anderen Fraktionen für die Kollegialität und der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Mit Blick auf die Zukunft wünsche er sich aber, dass man schnellstmöglich wieder zum Kurs des Rücklagenaufbaus zurückfinden müsse, weiter an den Grundstückszukäufen festhalten solle und generell den Haushalt nicht mehr so stark belasten dürfe. Zufrieden zeigte er sich darüber, dass nach der Dortmunder Straße (2017) und der Wolfgang-Leeb-Straße (2018), auch in diesem Jahr mit einem Teil der Erhartinger Straße, eine weitere Hauptverkehrsachse saniert werden soll.

Einstimmig abgesegnet

Einstimmig hat der Stadtrat die Haushaltsatzung 2019 für Töging am Inn verabschiedet. Daneben wurden anschließend genauso einstimmig auch die Bedarfspläne für die verschiedenen Kindertageseinrichtungen abgesegnet. Wenn auch keine Steuergelder, so konnte Stadtrat Günter Zellner eine Großspende organisieren: für die Sanierung eines Großspielgerätes am Spielplatz der KiTa Regenbogen überreichte er im Namen des Fördervereins einen großen Scheck in Höhe von 11.000 Euro.

Günter Zellner (rechts) überreicht dem Ersten Bürgermeister der Stadt Töging am Inn einen Scheck über 11.000 Euro für ein Großspielgerät für die Kindertagesstätte Regenbogen.

pbj/rw

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