Photovoltaikanlage an der A94 wird umgebaut

Photovoltaik: Kritiker begrüßen den Umbau

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Die Photovoltaikanlage an der A94 soll für knapp eine Million Euro umgebaut werden.

Töging - Nach sieben Jahren wird die Photovoltaikanlage an der A94 für knapp eine Million Euro umgebaut. Die Kritiker der Anlage begrüßen diesen Schritt - und wundern sich.

Wie bereits berichtet, soll die Photovoltaikanlage an der A94 für 950.000 Euro umgebaut werden. Die überstehenden Module des ersten Bauabschnitts sollen abgetragen und auf dem bisher im Rohbau befindlichen Teil des zweiten Bauabschnitts installiert werden. Grund für den Umbau ist die Beseitigung der unbefriedigenden Bebauung des Lärmschutzwalls:

"Erstens wurde der geplante zweite Bauabschnitt nicht realisiert, weshalb seit geraumer Zeit optisch wenig ansprechende Beton-Fundamentbalken auf einer Länge von rund 100 Metern auf dem Lärmschutzwall aufliegen. Hierdurch ergibt sich der Eindruck einer permanenten Rohbausituation. Zweitens wurde durch die Anwohner bemängelt, dass die Solarmodule des ersten Bauabschnittes deutlich über die Lärmschutzwand hinausragen", erklärt Stephan Thoenissen, Geschäftsführer der welivit New Energy GmbH. Welivit verwaltet den Solarfonds MR Solar GmbH & Co. KG, der Betreiber der Photovoltaikanlage ist.

"Wir wurden als laienhaft hingestellt"

Ein Ehepaar aus Töging, das vor Jahren gegen die Photovoltaikanlage geklagt hatte, findet sich in den Planungen von Welivit mit vielen Vorschlägen wieder. "Es hat sich gelohnt zu kämpfen." Obwohl sie sich nie gegen die Technik gewehrt haben, hatten sie die massive Wirkung der Anlage kritisiert. Diese wirke wie eine "Wand" - mit Auswirkungen auf deren Lebensqualität: Eine unschöne Aussicht, mehr Lärm und ein Wertverlust der Immobilie. Was das Ehepaar allerdings ärgert: "Wir wurden als laienhaft hingestellt, weil wir den Überstand kritisierten. Die Betreiber argumentierten, dass dieser wegen der Statik benötigt werde. Und jetzt gilt dies nicht mehr?"

Stephan Thoenissen klärt auf: Ursprünglich sei eine größere Leistungskapazität vorgesehen gewesen, die Statik beruhte auf diesen Planungen. Der Verzicht auf mehr Leistung ermöglicht es,"den Aufbau der Anlage grundlegend zu verändern, sodass ein Rückbau, wie von den Anwohnern gewünscht, möglich wird".

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der Donnerstagsausgabe des Mühldorfer Anzeigers.

hi/Mühldorfer Anzeiger; bla/redis24

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