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Rasche Lösung ist gefragt

Töging braucht dringend einen neuen Kindergarten – Macht die Kirche mit?

Derzeit sind die Kindergartenkinder des Kindergarten St. Johann Baptist übergangsweise im Pfarrheim St. Josef untergebracht. Das hat man als Provisorium hergerichtet, bis ein neuer Kindergarten gebaut worden ist.
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Derzeit sind die Kindergartenkinder des Kindergarten St. Johann Baptist übergangsweise im Pfarrheim St. Josef untergebracht. Das hat man als Provisorium hergerichtet, bis ein neuer Kindergarten gebaut worden ist.

„Der Kindergarten St. Johann Baptist ist baufällig und darf nicht mehr betreten werden.“ Von dieser Nachricht wurden die Stadt Töging und der Betreiber des Kindergartens im August eiskalt erwischt. Deshalb muss schnell eine Lösung gefunden werden. Es schaut alles nach einem neuen Kindergarten aus.

Töging – „Der Kindergarten St. Johann Baptist ist baufällig und darf nicht mehr betreten werden.“ Von dieser Nachricht wurden die Stadt Töging und der Betreiber des Kindergartens im August eiskalt erwischt. Bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres muss die Stadt eine Lösung für rund 100 Kinder finden, lautete die Vorgabe, die ziemlich rasch auch umgesetzt werden konnte.

Als Übergangsprovisorium wurde das Pfarrheim St. Josef für einen übergangsweisen Kindergarten so ertüchtigt, sodass dort alle vier Kindergartengruppen untergebracht werden konnten: Nutzungsänderung beantragen, Anpassung des Brandschutzes, kleinere Umbaumaßnahmen, Antrag auf Betriebserlaubnis beim Amt für Jugend und Familie waren Hürden, die bewältigt werden mussten.

Doch parallel dazu muss auch eine Entscheidung getroffen werden, wie es mit dem Kindergarten St. Johann Baptist weitergehen kann. Klar ist, dass das Kindergartengebäude nicht mehr saniert werden kann und abgerissen werden muss. Da das Grundstück der Kirche gehört und sie auch den Kindergarten in den 70er Jahren gebaut hat, war klar, dass Stadt und Kirche an einen Tisch setzen müssen. Dabei ist zu klären, wo ein neuer Kindergarten gebaut werden kann, wer die Trägerschaft übernimmt und wie die Finanzierung aussehen kann.

Kirche soll sich an Kosten für Neubau beteiligen

Im Bauausschuss verwies Stadtrat Marco Harrer (SPD) auf einen Zeitungsbericht von 1971, wonach die Kirche damals den Kindergarten für 1,4 Millionen Mark gebaut hatte. Die Stadt hatte sich daran zum einen mit einem Zuschuss in Höhe von 100.000 Mark beteiligt und zum anderen der Kirche einen weiteren Zuschuss in Form des Grundstückes gewährt. Das Grundstück hatte damals einen Wert von 100.000 Euro.

Hauptamtsleiter Werner Huber stellt klar, dass die Kirche sich 1969 entschlossen hat, den Kindergarten zu bauen, damals aber kein Grundstück hatte. Deshalb bat sie die Stadt, beziehungsweise damals noch die Gemeinde Töging, um einen Zuschuss. Die Kommune hatte sich dann dazu entschlossen, für jede Kindergartengruppe 25.000 Mark, also insgesamt 100.000 Mark plus 100.000 Mark für das Grundstück als Zuschuss zu gewähren. Für Harrer ist das zumindest eine „moralische Verpflichtung“, dass sich die Kirche jetzt an den Kosten für den Neubau des Kindergartens beteiligt. Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst merkte im Bauausschuss an, dass man das in die Verhandlungen mit der Kirche einbringen könne.

Kirche: Unterstützung ist vorstellbar

Michael Kulhanek, Verwaltungsleiter des KiTa-Verbandes, sagt, dass es aktuell allen klar ist, dass der Kindergarten-Neubau am besten dort entsteht, wo jetzt der Kindergarten St. Johann Baptist steht. Laut Statuten der Kirche darf sie aber das Grundstück nicht einfach verschenken. „Es geht nur verkaufen oder Überlassung auf Erbbaurechtsbasis“. Dabei sei ein reduzierter Erbbauzins für ihn durchaus vorstellbar.

Zudem kann er sich eine Unterstützung der Stadt durch die Kirche vorstellen, wobei es da unterschiedliche Modelle gebe. Kulhanek sagt aber auch, dass dies bereits der zweite Schritt ist. In einem ersten Schritt muss jetzt erst einmal die Frage des Standortes und damit verbunden des Grundstückes geklärt werden.

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