Von Warnung über Evakuierung bis Kontamination

"Kerntechnischer Unfall": Notfall-Übung in Töging am Samstag

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Töging - In einer Mehrzweckhalle in Töging wird nächsten Samstag, den 19. Oktober, eine Notfallübung für den Fall einer Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Isar geprobt. 

Bilder von der Großübung in Töging am Samstag

Vorbericht

Pressemeldung im Wortlaut:

Routineplanung bei Reaktorunfall in Töging

Der Betrieb deutscher Kernkraftwerke erfolgt entsprechend weltweit anerkannter höchster Sicherheitsstandards. Selbst bei schweren Störfällen ist durch das mehrfach gestaffelte Reaktorschutzsystem sowie durch Hochleistungsfilter eine nennenswerte Freisetzung von radioaktivem Material in die Umgebung unwahrscheinlich. Um bei einem äußerst unwahrscheinlichen, aber dennoch nicht ganz auszuschließenden kerntechnischen Unfall rechtzeitig Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in der Umgebung kerntechnischer Maßnahmen ergreifen zu können, werden bei den zuständigen Behörden (Landratsämter und kreisfreie Städte, Regierungen, Innenministerium) Katastrophenschutzpläne erstellt und laufend aktualisiert. 

Um Kernkraftwerk Isar befinden sich 21 Notfallstationsobjekte

Die Planungen reichen von der Warnung und Information der Bevölkerung bis hin zur möglichen Evakuierung der Personen aus dem voraussichtlich betroffenen Gebiet. In regelmäßigen Übungen werden die Pläne auf Aktualität und Schlüssigkeit überprüft. Selbst für den Fall der Kontamination eines Teils der Bevölkerung und von Einsatzkräften mit freigesetzten radioaktiven Partikeln sind Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die Einrichtung und der Betrieb sogenannter Notfallstationen durch die Katastrophenschutzbehörden dienen der medizinischen Sichtung und Erstbehandlung geschädigter Personen. Um das Kernkraftwerk Isar wurden insgesamt 21 Objekte ausgewählt und als Notfallstationsobjekte in die Katastrophenschutzplanungen aufgenommen. 

Notfallstationsübung in Töging in einer Mehrzweckhalle

Eine dieser Notfallstationen befindet sich in der Mehrzweckhalle in Töging a. Inn, die am Samstag, 19.10.2019 Schauplatz einer Notfallstationsübung der Regierung von Niederbayern ist. Im Rahmen der Übung wird die Feststellung von radioaktiven Kontaminationen an Personen, die Beseitigung dieser Kontaminationen und die Abschätzung der erlittenen Strahlenbelastung durchgeführt. Zusätzlich finden Erste-Hilfe-Maßnahmen statt, um die Rettungskette zwischen der am Ort des Geschehens gegebenenfalls erforderlichen Soforthilfe und der abschließenden Behandlung im Krankenhaus zu schließen. Die Übung wird voraussichtlich von 10 Uhr bis 13 Uhr dauern.

Pressemeldung Landratsamt Altötting

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