Am Donnerstagabend im Töginger Stadtrat

Kleiner als geplant aber mehr Leistung: Das kostet das neue Innkraftwerk

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Töging am Inn – Kleiner als ursprünglich geplant soll es werden, das neue Wasserkraftwerk der „Verbund Innkraftwerke“. Darüber hat Projektleiter Bernhard Gerauer am Donnerstagabend den Stadtrat auf seiner Junisitzung informiert.

So ein Projekt sei nicht einfach mal eben so durchzuziehen, so Verbund-Sprecher Wolfgang Syrowatka auf Nachfrage von innsalzach24.de am Freitag. Schließlich sollen am Ende drei Turbinen die Arbeit von aktuell 14 in Betrieb befindlichen übernehmen. Darüber hinaus soll sich das neue Wasserkraftwerk dem Vorgänger baulich unterordnen und in die Gegebenheiten vor Ort positiv eingegliedert werden.

Aus einem Pressetext der "Verbund Innkraftwerke":

Die erste Vorstellung des Projektes zur Erneuerung des bestehenden Wasserkraftwerks Töging-Jettenbach erfolgte 2015. Hier ist der aktuelle Planungsstand:

  • Durch den Einbau von drei Kaplanturbinen wird eine Leistungssteigerung angestrebt. Geplant ist, jährlich um mindestens 120 Gigawattstunden mehr Strom zu erzeugen. 
  • Die vorliegenden, aktualisierten Berechnungen stimmen zuversichtlich, dass dieser Wert nicht nur erreicht sondern dank modernster Maschinenbautechnik sogar übertroffen werden kann. 
  • Das Stauziel beim Wehr in Jettenbach wird um 70cm erhöht. Damit fließen pro Sekunde 70 Kubikmeter mehr durch das Kraftwerk.
  • Das neue Kraftwerk soll ein reines "Betriebskraftwerk" werden. Soll heißen: Nur, was im Kraftwerk erledigt werden muss, wird hier erledigt. Aufenthaltsräume, etc. sind hier nicht vorgesehen.
  • Das neue Kraftwerk soll sich optisch in seine Umgebung einfügen. Eine Art "Dachegrünung" ist geplant. 

Derzeit seien 14 von insgesamt 15 Turbinen im Einsatz. Mit dem neuen Wasserkraftwerk sind es nach dessen Fertigstellung nur noch drei.

Was die Sache kostet:

Summa summarum stehen über 200 Millionen Euro auf der Uhr. Das wird das Projekt am kosten, heißt es. Der Töginger Stadtrat habe auf die Vorstellung der aktuellen Pläne und Berechnungen positiv reagiert, so Syrowatka weiter. Der "Verbund Innkraftwerke" verkauft seinen Strom an Verteiler wie etwa die Stadtwerke Töging oder Industriekunden. 

Rubriklistenbild: © Verbund Innkraftwerke

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