Aus dem Töginger Bauausschuss

Wohnraum statt Kino: So wird sich die Hauptstraße verändern

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Töging am Inn – In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss der Stadt eine massive Aufstockung des alten Kinos genehmigt. Wo einst bewegte Bilder die Herzen der Zuschauer belebten, soll jetzt belebter Wohnraum entstehen, der seine Nutzer bewegt.

Ich bin froh, dass sich hier nun was tut!“, zeigte sich Bürgermeister Tobias Windhorst sichtlich erleichtert auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt: Ein privater Bauherr will da, wo in Tögings Stadtzentrum das Kino war, ein Geschäftshaus mit 12 Wohneinheiten errichten. Der Bauausschuss sagt „Ja“.

Schon lange im Gespräch

Immer wieder war der zunehmende Verfall des „Alten Kinos“ von verschiedenen Seiten angesprochen worden. Schließlich hatte der neue Eigentümer aus Neuötting, bereits als er das „Alte Kino“ vor einigen Jahren erwarb, einen Umbau, respektive eine umfassende Sanierung, angekündigt. Nun werden die Pläne konkret. Angesichts der guten Prognosen für den Wohnungsmarkt in Töging am Inn, sollen nun neben einer Gewerbefläche im Erdgeschoß auch 12 stattliche Wohnungen entstehen.

Vier Stockwerke für „privates Kino“

Nach dem Plan des privaten Eigentümers würde sich die Grundfläche des „Alten Kinos“ nicht ändern. Der Grundriss des knapp 12 auf 28,5 Meter messenden Gebäudes bleibt bestehen. Allerdings soll sich die Bauhöhe von 6,8 auf 12,7 Meter fast verdoppeln. Anstatt des bisherigen Kniestocks im zweiten Obergeschoss sollen noch ein komplettes zweites und drittes Obergeschoß hinzu kommen. Das Gebäude wird dann also insgesamt vier Stockwerke umfassen.

Skepsis wegen der Parkplätze

Ich bin etwas skeptisch, weil das direkt anschließende Gebäude in der Wolfgang-Leeb-Straße ein Stockwerk weniger hat“, erklärte Bürgermeister Windhorst eingangs der Diskussion. Die Wohnungen könnten dem Plan zufolge jedenfalls allesamt etwa um die 80qm groß werden. Problematisch sahen die Räte auch, dass die Stellplatzsituation nach den bisherigen Plänen unklar ist.

Wo früher mal Kino war, wird Wohnraum entstehen

Zwar werden im Bauantrag explizit 22 Parkplätze genannt, auf dem Bauplan konnten die Mitglieder des Bauausschusses aber lediglich 20 davon erkennen. Hier soll es nach einhelliger Meinung auch keine Befreiung von der gesetzlichen Pflicht geben, wie sie der Antrag des Bauherrn vorsah. Ansonsten stimmten sie dem Antrag einstimmig zu.

pbj/rw

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