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33 Tonnen schweres Anstriebsrad eingebaut

Millimeterarbeit in neuem Töginger Kraftwerk

Die Flügel des 33 Tonnen schweren Laufrades können verstellt werden, um die Umdrehungsgeschwindigkeit konstant zu halten.
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Die Flügel des 33 Tonnen schweren Laufrades können verstellt werden, um die Umdrehungsgeschwindigkeit konstant zu halten.

Mit dem Einsetzen des 33 Tonnen schweren Antriebsrades einer neuen Kaplan-Turbine passierte der Bau des neuen Wasserkraftwerks am Töginger Innkanal am Dienstag (11. Mai) einen wichtigen Meilenstein.

Töging - „Wir haben 2,4 Millimeter Spiel!“, freute sich Projektleiter Bernhard Gerauer nach dem Einheben des Antriebs-„Propellers“ auf einen vorübergehend im noch nicht mit Wasser gefüllten Auslauftunnel installierten Stützpfeiler. Klar ist damit nämlich, dass die Bauarbeiten am neuen Generatorhaus, für die täglich in der Spitze 200 Lkw erforderlich waren, die bis zu 1600 Kubikmeter Beton anlieferten, ein äußerst hohes Maß an Präzision erreichen. „Derzeit brauchen wir aber nur etwa 300 Kubikmeter Beton am Tag“, erklärt der Ingenieur über den Fortschritt der Arbeiten. Denn die Gebäude sind großteils errichtet, auch wenn an den Betongehäusen für die beiden weiteren Generatoren noch fleißig gebaut wird.

Strom für 70.000 Haushalte

Der in Slowenien hergestellte und nun eingebaute „Propeller“, mit seinen verstellbaren Flügeln, wird künftig über eine Antriebswelle einen der insgesamt drei Generatoren betreiben. Das Laufrad hat 3,4 Meter im Durchmesser und wird im Betrieb aber nicht mehr auf einer Stütze stehen, sondern an einer Welle hängen, über die es einen der drei neuen Generatoren antreibt, von denen jeder dauerhaft 40 Megawatt Strom ins Netz einspeist, was den Bedarf von knapp 70.000 Haushalten decken soll. Die weiteren Teile, darunter der 100 Tonnen schwere „Stator“, also das Generator-Gehäuse, das erst vor wenigen Wochen aus Baden-Württemberg angeliefert worden war, werden in den kommenden Tagen mit dem Laufrad verbunden. Während des Betriebs wird es im Schnitt von durchschnittlich 137 Kubikmetern Wasser pro Sekunde umspült und damit auf 166,7 Umdrehungen pro Minute gebracht.

Neues Antriebsrad für Töginger Kraftwerk

Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
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Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen.
Im Kraftwerk in Töging wurde im Mai ein neues Antriebsrad eingebaut. Die Stromerzeugung soll sich dadurch erhöhen. © pbj

Um die Wasserkraft möglichst effizient zu nutzen, wird der Abstand der Flügel zum Gebäude bewusst sehr geringgehalten. Damit wiederum eine konstante Umdrehungszahl erreicht wird und die Generatoren ohne verlustbehaftete Umwandlungen direkt ins Stromnetz einspeisen können, werden die Flügel des „Propellers“ hydraulisch verstellt, um sich der Wassermenge und der Fließgeschwindigkeit anzupassen. Mit den Flügeltüren, die kreisrund im Zulaufbereich angebracht sind, wird später wiederum der gesamte Generator für Reparaturen oder Wartungen trocken gelegt. „Geplant ist, alle drei Jahre einen der drei Generatoren abzuschalten und zu warten“, erklärt der leitende Ingenieur Bernhard Gerauer, „also wird jeder Generator etwa alle 9-10 Jahre gewartet“. 

Turbinenlaufrad Kraftwerk Töging:

Gewicht: 33 Tonnen

Durchmesser Laufrad: 4,3 Meter

Schluckvermögen: 136,7 Kubikmeter pro Sekunde

Anzahl Laufradschauel: Sechs Stück

Nettofallhöhe: 31,7 m

Leistung: 40 Megawatt

Typ: Kaplan Laufrad

Kraftwerk als Stütze erneuerbarer Energien in Bayern

Das alte Kraftwerksgebäude mit seinem als Industriedenkmal bekannten „Wasserschloss“, verfügt über insgesamt 15 Fallrohre, über welche weniger effiziente Francis-Turbinen angetrieben werden. Diese wurden beim Bau des ursprünglichen Kraftwerks von 1919 bis 1923 noch verwendet, obwohl auch die Kaplan-Turbine zu dem Zeitpunkt schon einige Jahre erfunden war. Mit dem Neubau will der Verbund die Gesamtleistung der Kraftwerksanlage, zu der auch der 20 Kilometer lange Innkanal gehört, um 20-25 Prozent steigern. Dafür wird auch das Wasserniveau im Innkanal um weitere 70 Zentimeter auf dann fast fünf Meter angehoben, wofür in Jettenbach derzeit auch ein neues Stauwehr errichtet und mehrere Brücken über den Kanal gehoben werden. „In ihrem Plan zur Umstellung auf erneuerbare Grundlast-Energien, rechnet die Bayerische Staatsregierung unser Kraftwerk mit 14 Prozent ein“, erklärt Verbund-Pressesprecher Wolfgang Syrowatka über die 250 Millionen Euro schwere Gesamtinvestition.

Die zweite Turbine wird voraussichtlich ab September installiert und die letzte dann gegen Ende des Jahres. „Da sind wir ja gerade erst dabei, den Stahlbeton zu gießen“, erklärt Bernhard Gerauer über die Arbeiten an den drei Stockwerke hohen Stahlbeton-Konstruktionen innerhalb des Kraftwerksgebäudes. Nicht nur, um jetzt den Einbau zu ermöglichen, sondern auch für spätere Wartungen, wurden in dem Gebäude, das später einmal komplett unter der Erde sein wird, auch zwei Brückenkräne installiert, von denen jeder bis zu 120 Tonnen heben kann. „Wir haben da teils 20 Meter Füllmaterial dazwischen“, erklärt Bernhard Gerauer, „da ging darum, dass wir das Wasserschloss als Industriedenkmal möglichst wenig gefährden sollten“.

pbj

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