Direct Trade und ohne Aluminium

CaTienda in Töging: Kaffee für anspruchsvolle Genießer

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Seit bereits 2,5 Jahren bieten Elke und Josef Nitzl in Töging Kaffeespezialitäten an.
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Töging am Inn - Schon lange beschäftigen sich Elke und Josef Nitzl mit gutem Kaffee. Bereits vor über 2 Jahren haben die beiden dann an der Töginger Hauptstraße eine Café eröffnet.

An das nette Café von Elke und Josef Nitzl an der Töginger Hauptstraße ist eine Kaffeerösterei, in der Kaffeemischungen nach höchsten Standards in Handarbeit herstellt werden, angeschlossen. Darüber hinaus veranstalten die beiden auch Kaffeeseminare, bei denen sie Interessierte durch ihre Rösterei führen und bei denen man auch verschiedenste Mischungen verkosten kann. Außerdem gibt es gelegentlich die Möglichkeit, sich direkt mit Kaffeebauern aus dem peruanischen Andendschungel auszutauschen. 

Töging am Inn: Deutsche lieben Kaffee

Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen: mit 2,6 Tassen am Tag liegt das Heißgetränk damit – wer hätte das gedacht – sogar noch vor dem Bier. In den letzten 20 Jahren hat sich im Kaffeegeschäft jedoch viel getan. Während früher fast ausschließlich Filterkaffee getrunken wurde, gibt es inzwischen von Espressi über verschiedenste Macchiati bis hin zu Cappucini schon bald mehr Darreichungsformen, als in Italien oder gar einem österreichischen Kaffeehaus. 

Auch die Macharten haben sich vervielfacht: Vollautomaten, Pads- oder Kapselmaschinen sind in fast jedem Haushalt zu finden. Gerade Letztere mögen zwar dem Modetrend begegnen, indem zahllose Geschmacksrichtungen zu früher undenkbaren (Kilo)Preisen reißend abgenommen werden. Doch die wenigsten Konsumenten machen sich wohl vorab eine Vorstellung, welche Mengen an schwierigem Verpackungsmüll sie damit in Kauf nehmen. 

„Natürlich ohne Aluminium“

„Natürlich ohne Aluminium“ ziert ein Aufkleber hingegen die Verpackungen der CaTienda. Eine gerade in Töging, wo bis 1996 die größte deutsche Aluminiumhütte stand, erstaunliche Selbstverständlichkeit. Verschiedenste Michschungen für die verschiedensten Anwendungen bieten Elke und Josef Nitzl darin an. Die Herkunftsländer sind zwar auch die bekannten südamerikanischen Exportländer, doch in der CaTienda setzt man auf „Direct Trade“. „Es ist uns ein Anliegen, dass die Hersteller auch etwas davon haben“, sagen die Inhaber der CaTienda, denen „Fair Trade“ nicht weit genug geht: sie treffen die Produzenten auf den Messen großteils persönlich. 

"zum ersten Crack"

So wollen die Betreiber der Töginger Rösterei sicherstellen, dass nicht nur die Waren den höchsten Qualitätsstandards entsprechen. „Wir rösten maximal bis zum ersten Crack“, erklärt Inhaber Josef Nitzl. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Innendruck durch die erhitzten ätherischen Öle die Kerne der kirschähnlichen Pflanze aufplatzt lässt. 

Im Gegensatz zu industriell hergestelltem Kaffee würden auf diese Weise die gewünschten Geschmacksstoffe nicht bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Gerade bei hochwertigen Bohnen sei dies reine Verschwendung: 

„Früher haben die Leute auch Muckefuck getrunken, nur um eine Art Kaffeegeschmack im Mund zu haben!“, verdeutlich Elke Gäbelein-Nützl die vielfältigen Möglichkeiten und natürlichen Geschmacksrichtungen guten Kaffees. 

Wer sich genauer über die Praxis des Anbaus informieren möchte, kann dies am 29. Novermber um 19 Uhr in der CaTienda an der Töginger Hauptstraße 12 tun. Dann wird der in Peru tätige Kaffeebauer Michael Scherff nämlich über den „Pacha Mama“ erzählen.

pbj

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