Illegale Abfallentsorgung im Innkanal und Kupferdiebstahl

Das geht zu weit: Kriminelle Energie beschäftigt Verbund Innkraftwerke

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Illegale Abfallentsorgung im Innkanal und Kupferdiebstahl: Dem "Verbund Innkraftwerke" geht das zu weit.
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Töging – Eine besonders schlimme illegale Abfallentsorgung im Innkanal und ein Kupferdiebstahl beschäftigen die Verbund Innkraftwerke. Das geht zu weit, findet man dort und hat Anzeige erstattet.

Da hat doch wirklich jemand mehrere Schaumstoffmatratzen und einen Kanister voll mit Altöl in den Innkanal geworfen. Dass dieser öfter mal als Müllkippe missbraucht wird, ist bekannt aber der aktuelle Fall gehe zu weit, heißt es vom Verbund Innkraftwerke. Müll auf diese Weise zu entsorgen ist nicht nur illegal sondern stellt im Fall des Altölkanisters eine Gefahr für die Umwelt dar. Außerdem hat der "Verbbund Innkraftwerke" einen Kupferdiebstahl zu beklagen.

Sogar Schlachtabfälle wurden schon aus dem Innkanal entfernt

Die sorglos weggeworfene PET-Flasche, die im Innkanal landet, stört uns schon lange nicht mehr“, erklärt Verbund-Sprecher Wolfgang Syrowatka auf Nachfrage von innsalzach24.de am Mittwochvormittag. Auch die großen Mengen an Toilettenpapier, welche Fischer Ende Oktober dieses Jahres aus dem Innkanal gezogen hatten, seien freilich ärgerlich aber noch abzuarbeiten gewesen. Syrowatka berichtet gar von Schlachtabfällen, die man auch schon mal aus dem Innkanal entfernen habe müssen.

Eine von mehreren Matratzen, welche Mitarbeiter der "Verbund Innkraftwerke" aus dem Kanal gefischt haben.

Einlaufrechen

Alles, was nicht in den Innkanal gehört, wird vor einem Kraftwerk mit einem sogenannten Einlaufrechen abgefangen. Der funktioniert wie ein Sieb vor dem Ausguss in der Spüle oder im Waschbecken oder in der Badewanne. Das kann man rausnehmen und reinigen. Im Verbund Innkraftwerke wird dieser Einlaufrechen von einer Maschine gereinigt, der Müll im Anschluss klassifiziert und dann der entsprechenden Entsorgung zugeführt. Ein offenbar nicht unwesentlicher Kostenpunkt, wie es vom Verbund Innkraftwerke heißt.

Problematisch für den Einlaufrechen sind große Teile wie die jetzt im Innkanal gefundenen Matratzen. Diese haben die Mitarbeiter vor Ort mit langen Stangen rausgefischt. Da sie in Plastiksäcken verpackt waren trieben sie an der Wasseroberfläche. Äußerst problematisch sind Teile wie der Kanister mit Altöl. Der wenn ein Loch bekommt, läuft das Öl aus und verunreinigt das Wasser mit möglicherweise schlimmen Folgen.

Der weiße Kanister war voll mit Altöl und trieb so im Innkanal vor dem Kraftwerk.

Diebstahl

Als wäre das alles nicht genug haben Mitarbeiter der Verbund Innkraftwerke am Dienstagmorgen zudem einen Kupferdiebstahl entdeckt. „Teile des Kupferdaches des Betriebsgebäudes der Innkraftwerke beim Heber Rausching am Innkanal bei Waldkraiburg wurden brachial demontiert und entwendet“, heißt es in einer Pressemeldung. Sind die in Plastiksäcken verpackten Schaumstoffmatratzen und der Altölkanister schon illegal entsorgt worden, zeigt sich hier die kriminelle Energie noch einmal deutlich. Das ist Diebstahl.

Teile des Kupferdaches eine Verbund-Betriebsgebäudes in der Nähe von Waldkraiburg wurden entwendet.

Der Verbund Innkraftwerke hat beide Fälle zur Anzeige gebracht.

rw/Pressemeldung Verbund Innkraftwerke

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