Polizei nennt den Fall "sehr mysteriös"

Schweinefuß: War der "Täter" ein Hund?

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Die Polizei kann nicht ausschließen, dass der Schweinefuß von einem Hund oder Fuchs vergraben wurde.
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Töging - Der im Töginger Friedhof vergrabene Schweinefuß gibt der Polizei Rätsel auf. Auch die Begutachtung durch einen Jäger brachte nicht den erhofften Durchbruch.

Wollte jemand die Angehörigen beleidigen oder handelt es sich lediglich um einen dummen Zufall? Der an einem Grab des Töginger Friedhofs vergrabene Schweinefuß stellt die Polizei Altötting vor ein Rätsel. Die Ermittler stecken derzeit in einer Sackgasse, lediglich Hinweise von Zeugen können jetzt noch den erhofften Durchbruch bringen. Die Polizei selbst bezeichnete gegenüber unserer Redaktion den Fall als "sehr mysteriös".

Hatten Hund oder Fuchs ihre Pfoten mit im Spiel?

Wie bereits berichtet, hatte eine Frau vergangene Woche ihr Familiengrab für das Osterfest herrichten wollen, als sie in der Erde einen Schweinefuß fand. Der Schock saß tief bei der Tögingerin. Die Frau ging davon aus, dass sie mit dem Schweinefuß beleidigt werden sollte. Selbst wer die Lebenden treffen möchte, sollte doch den Toten ihre Ruhe lassen, erklärte die Tögingerin vergangene Woche gegenüber dem Alt-Neuöttinger Anzeiger.

Die Ermittlungen der Polizei haben nun allerdings ergeben, dass eventuell gar kein Mensch seine Finger im Spiel hatte. "Es ist noch nicht klar, ob es sich um einen Beleidigungstatbestand handelt oder ob der Schweinefuß nur durch ein Tier eingegraben worden ist", erklärte die Polizei Altötting auf Anfrage unserer Redaktion. Man habe einen Jäger zurate gezogen, der erklärt habe, dass ein Hund auf diese Weise vorgehen würde, auch Füchse kämen demnach als "Täter" in Frage. Außerdem sei der Knochen angenagt worden, so die Polizei.

Ermittler stecken in einer Sackgasse

Die Frau hingegen geht davon aus, dass ein Mensch den Schweinefuß vergraben hat, um sie damit zu beleidigen. Wie die Polizei erklärte, vermute die Frau jemanden "aus einer Beziehung von früher" hinter der Tat. Ausreichende Hinweise, um in diese Richtung weiter zu ermitteln, hat die Polizei jedoch nicht.

"Man kann nichts mehr machen", heißt es seitens der Polizei. Anders als erhofft hatten sich keinerlei Zeugen gemeldet, die die Tat - oder vielleicht ein Tier - auf dem Friedhof beobachtet haben. Die Beamten stecken nun in einer Sackgasse, weil keine der beiden Hypothesen - Tier oder Mensch -  ausgeschlossen werden kann. Ein Durchbruch in den Ermittlungen wäre nun nur mehr möglich, falls sich doch noch Zeugen bei der Polizei Altötting (Telefon 08671/ 96 44 0) melden.

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