Ein heikles Thema vor dem Töginger Stadtrat

Gerade vor Allerheiligen: "Grabräuber" auf dem städtischen Friedhof?

Töging - Anscheinend haben sich „Grabräuber“ bereits mehrfach auf dem Friedhof an der Erhartinger Straße zu schaffen gemacht. In der Oktobersitzung des Stadtrates kam dieses heikle Thema zur Sprache.

Am Donnerstag hatte die Zweite Bürgermeisterin Renate Kreitmeyer dem Gremium berichtet, dass sie in den letzten Wochen mehrfach von Betroffenen zum Thema "Grabräuber" informiert worden sei: „Da sollen unter anderem von einem erst zwei Tage alten Grab Blumen und Gestecke entwendet worden sein!“, soll sich die Seniorenbeauftragte der Stadt ihr telefonisch gegenüber geäußert haben. 

"Blumen und Gestecke entwendet" - und das kurz vor Allerheiligen

Die anderen Mitglieder des Stadtrates zeigten sich entrüstet darüber, zumal so kurz vor Allerheiligen. Auf Nachfrage von innsalzach24 am Freitag vor Ort, hatten allerdings weder die Friedhofsbediensteten noch diverse Friedhofsnutzer Kenntnis von solchen frevelhaften Taten. 

Die Polizei hingegen bestätigte auf Nachfrage von innsalzach24.de aber, dass eine Anzeige vorliegt. Nach der sind „am Freitag zwischen 17 Uhr und Samstag 10 Uhr von einem Grab zwei Blumengestecke, acht weiße Flechten und eine Dekorationskugel, ebenfalls mit weißen Flechten verziert, verschwunden". Für sachdienliche Hinweise ist die Polizeidienststelle in Altötting unter der Telefonnummer 08671/96440 dankbar.Ein Blick in das Archiv macht auch klar, dass es sich hier offenbar nicht um einen Erstfall handelt.

"Grabräuber", Schlangen und Buchsbaumzünsler

Der Friedhof in der Erhartinger Straße in Töging war nicht das erste Mal öffentlich in Erscheinung getreten. So gab es beispielsweise auch die Sichtung von Schlangen. Das ist definitiv gruslig, war aber das war nicht vor Allerheiligen, dem sogenannten All Hallows´ Eve, besser bekannt als Halloween Thema bei innsalzach24.de. Auch nicht vor Allerheiligen gab es Thema Buchsbaumzünsler auf dem Friedhof in Töging.

Angehörige kümmern sich unterschiedlich um die Gräber ihrer Angehörigen. Das liegt zweifellos in der Natur des jeweiligen Menschen und entbehrt wohl jeglicher Diskussion. Interessant wurde dieses Thema in Töging wegen des Buchsbaumzünslers. Eine gefräßige Raupe mit einem großen Appetit auf Buchsbaum. Der ist gerne mal Teil von Grabeinfassungen und auch von der allgemeinen Gestaltung von Friedhöfen. Siehe Beispiel Friedhof in Töging

Warum sich allerdings "Grabräuber" an liebevoll arrangierten Gestecken, etc. zu schaffen machen, ist nicht nachvollziehbar. Am Donnerstag ist Allerheiligen. 

pbj/rw

Rubriklistenbild: © pbj

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