Stadtratskandidaten in Töging nominiert

Freie Wähler: "Mit Erfahrung, Mut und Leidenschaft für Töging"

+
Mit viel Elan wollen die Freien Wähler Töging im Mürz 2020 "mehr als die zwei bisherigen Stadtratssitze" erobern.
  • schließen

Töging - Am Freitagabend fand im Müllerbräu die Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler für den Stadtratswahl 2020 statt. Die vor einigen Wochen vom Parteivorstand als Spitzenkandidatin designierte Brigitte Gruber wurde von den 32 Wahlberechtigten ohne Gegenstimme bestätigt.

Am vergangenen Freitagabend fand im Töginger Müllerbräu die Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler für den Stadtrat ab März 2020 statt. Neben 32 wahlberechtigten Mitgliedern waren mindestens nochmal so viel Symphatisanten mit dabei. Bei nur einer Enthaltung, wurde Brigitte Gruber, die als fraktionsloses Stadtratsmitglied erst vor wenigen Wochen den Freien Wählern beigetreten war, nun offiziell zur Spitzenkandidatin gewählt. Die anderen 19 Kandidaten sowie die beiden Ersatzkandidaten erhielten, nachdem sie einzeln vorgestellt waren, ebenfalls das Vertrauen aller Wahlberechtigten. Der Kreisvorsitzende Dieter Wüst zeigte sich hoch erfreut von der Entwicklung bei Tögings Freien Wählern. Während man in der Vergangenheit schon mehrmals über die Auflösung des Ortsverbandes diskutiert hätte, stimme der große Zuspruch nun mehr als positiv: „Man spürt die Aufbruchstimmung und den Teamgeist, wie jeder für jeden da sein will.“ Er dankte auch den anwesenden Stadträten anderer Parteien, die bei der Nominierung mit dabei waren: „Das wertet diese Veranstaltung auf!“.

Noch bevor die einzelnen Listenkandidaten bestimmt wurden, ging es um die Wahl der Bürgermeisterkandidatin Brigitte Gruber, die erst vor wenigen Wochen der Partei beigetreten war(der Anzeiger berichtete). „Gitti, Du wirst den Bürgermeisterwahlkampf beleben und allein das ist es wert!“, dankte Wüst der engagierten und erfahrenen Kommunalpolitikerin. Für das Bürgermeisteramt fühle Gruber sich durch ihre langjährige Erfahrung und die verwaltungstechnische Praxis im Mühldorfer Finanzamt gut gewappnet. 

Wichtig sind der Kandidatin Transparenz und das Mitspracherecht der Bürger: für künftige Stadtratssitzungen lud die Kandidatin die Bürger ein, noch mehr das Wort zu ergreifen und zudem würde sie sich zweimal im Monat Zeit nehmen, damit Bürger ihre Anliegen im Rathaus vorbringen können. In den Schulen und Kindergärten müssten das Mittagsangebot und die Ganztagesbetreuung weiter verbessert werden und für den Jugendtreff ein neues Konzept gefunden werden: „Ein Treff, der nur zweimal geöffnet hat, und zwar genau dann, wenn die Zielgruppe noch in der Schule ist, macht keinen Sinn!“, so Gruber. 

Weiterhin müsse ein Verkehrskonzept für den „Stachus“, also die Straßen im Zentrum erarbeitet werden. So sei es unhaltbar, dass „am Toerringhof täglich 250 Schwerlaster den Berg rauf fahren“, meinte Gruber. Um das Freibad bei Kindern und Jugendlichen attraktiv zu halten, solle nicht nur das Angebot weiter verbessert werden, sondern auch der Eintritt für Kinder unter 12 Jahren frei sein. Für die Wirtschaft wolle sie die von der Stadt in den letzten Jahren erworbenen Grundstücke nun verwerten und zudem neue Grundstücke für günstige Wohnungen erschließen. 

Auch Breitband und Kanalisation müssten weiter verbessert werden. Ein wichtiges Anliegen ist der Kandidatin, dass an der Stelle des ehemaligen Polizeigebäudes am Rathaus, eine Begegnungsstätte für alle entsteht: „Café im Erdgeschoß, Veranstaltungsräume im Obergeschoß und überhaupt den Rathausplatz viel mehr beleben und nutzen!“. Die Kulturreferentin räumte zwar ein, dass es zwischen Altötting und Mühldorf schwierig sei, sich kulturell zu profilieren, „aber da geht definitiv noch mehr!“, so Gruber. Der Sportplatz am Harter Weg soll neben Tennis und Fussball auch einen Skaterpark und eine Anlage für die Radfahrer der Naturfreunde erhalten, während an der Stelle des städtischen Sportplatzes am Wasserschloss Wohnanlagen entstehen: „Diese Vision macht mir richtig Freude!“, erklärte Brigitte Gruber. Viele der Kandidaten bestätigten bei ihrer Vorstellung, dass sie Brigitte Gruber aus vollen Stücken unterstützen wollen, wobei sich die Kandidaten, meist ihren beruflichen Kompetenzen folgend entsprechend auf die verschiedenen Themenbereiche aufgeteilt haben.

Kandidatenliste: 1. Brigitte Gruber, Finanzwirtin, 58, Stadträtin/Kulturreferentin 2. Alexander Wittmann, Gastronom, 39, Stadtrat 3. Josef Neuberger, Rechtsanwalt, 65, Stadtrat/Baureferent 4. Klaus Maier, selbständiger KFZ-Meister, 50 5. Birgit Unterhuber, Diplom-Rechtspflegerin, 49 6. Volker Mäusbacher, selbständiger Unternehmer, 48 7. Reinhold Eichelberger, selbständiger Maler- und Lackierermeister, 66 8. Sylvia Heuschneider, selbständige Yogalehrerein, 53 9. Christian Wissing, Chemikant, 42 10. Harald Lohner, Fernmeldetechniker im Vorruhestand, 58 11. Alexander Bachmeier, selbst. Kulturveranstalter und Künstlermanager, 38 12. Michael Stockinger, Elektronikermeister, 39 13. Birgit Ehrmann, Restaurantfachfrau, 23 14. Thorsten Veit, IT-Systemelektroniker, 43 15. Stefan Rosenberger, Heilerziehungspfleger, 29 16. Helmut Beck, Versicherungs- und Finanzfachmann, 54 17. Anneliese Neuberger, Hauswirtschafterin, 58 18. Josef Wimmer, selbst. Friseurmeister, 67 19. Rita Veit, Rentnerin, 68 20. Ludwig Wimmer, Schulrektor i.R., 66 Ersatz: Oliver Wittmann, Koch, 51 Kevin Cholibois, Versicherungswirt, 28

pbj

Zurück zur Übersicht: Töging am Inn

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT