Eine Zeitreise für den Bauausschuss

Töging: Volksfest 2017 in greifbarer Nähe?

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Eine Zeitreise für den Bauausschuss: Ist das Volksfest 2017 in greifbarer Nähe?

Töging - Die Gestaltung des neuen Volksfestplatzes war eines von mehreren Themen, mit denen sich der Bauausschuss der Stadt am Mittwochabend beschäftigte. Unter anderem ging es auch um ein Baugenehmigung aus dem Jahr 1962.

Zeitlich gesehen reichen die Themen, mit denen sich der Bauausschuss der Stadt Töging in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwochabend beschäftigt hat, von 1962 bis zum kommenden Sommer 2017. Der Bogen spannte sich von einer so genannten „isolierten Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes“ über die „Tektur zur Errichtung eines Edeka Marktes“ bis hin zum – machen wir es einfach – neuen Volksfestplatz. Alle Beschlussvorschläge wurden einstimmig angenommen.

Garage statt Brennholzlager

1962 erging die Baugenehmigung für die Errichtung von zwei Holzlegen auf einem Grundstück in Töging. Die Jahre vergehen. Was vorher ein Grundstück war, sind heute zwei. Die Holzlegen sind immer noch da und die heutige Grundstücksgrenze geht mitten durch. Was soll man sagen? Eine Lagerstädte für Brennholz wird nicht mehr gebraucht, stattdessen will der Antragsteller lieber eine Garage bauen. „Warum nicht?“, könnte man jetzt sagen. 

So einfach geht das aber nicht bei den vorliegenden Maßen. Das, was 1962 für ein Grundstück mit zwei Holzelgen genehmigt wurde, muss nun für ein Grundstück mit einer Holzlege isoliert betrachtet und bestenfalls eine Befreiung von den Festsetzungen des damaligen Bebauungsplanes ausgesprochen werden. Ergebnis: Der Bauausschuss hat diesen Antrag zur Kenntnis genommen und ihn zugelassen.

Breze, Semmel und Co. – aber wo?

Tektur klingt irgendwie nach Gebäude, oder? Nicht ganz falsch aber auch nicht richtig. In der Bauplanung bedeutet Tektur nichts anderes wie Änderung. Ein Beispiel aus Töging: Es geht um den Edeka am Harter Weg. Der Eingangsbereich mit Backshop ist dann doch anders geworden als im Antrag auf Baugenehmigung seinerzeit angegeben. „Wen interessiert es, ob der Backshop rechts oder links ist?“, könnte man jetzt sagen aber: So einfach ist das nicht

Diese Dinge werden von höherer Instanz kontrolliert. Langer Rede über Mittel und Wege, hier blieb nur der Antrag auf Tektur, also einer Änderung des Bauantrages. Ergebnis: Der Bauausschuss hat diesen Antrag zur Kenntnis genommen und sein gemeindliches Einverständnis mitgeilt.

Ein Fest für das Volk

Wer jetzt glaubt, das mit der Gestaltung des Volksfestplatzes wäre einfacher, der irrt. Dieses Thema kam beim Tagesordnungspunkt „Anträge“ zur Sprache. 6300 Quadratmeter soll der neue Volksfestplatz werden. Die Frage: „Wie ist der Stand der Dinge?“. „Schön!“, könnte man jetzt sagen und „Volksfest ist ein Fest für das Volk“ aber: So einfach ist das nicht. Problem: Das Landratsamt hat da noch ein paar Fragen zur bisherigen Planung und es gibt eine Anwohnermeldung zum Projekt, wonach der Platz in der leer stehenden Zeit nicht zum LKW-Parkplatz verkommen soll. 

Erster Bürgermeister Tobias Windhorst zeigte sich, wenn auch verhalten, zuversichtlich, noch im Februar alle Fragen des Landratsamtes beantwortet zu haben und auch der Anwohnermeldung nachkommen zu können. Oberste Regel für ihn: „Sauberkeit vor Schnelligkeit“. Er dulde keine Fehler in der Bauleitplanung.

Zu weiteren Themen der Sitzung des Bauausschusses der Stadt Töging folgt ein gesonderter Artikel.

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