Drückerkolonnen in Sachen Strom unterwegs

Töging ist kein Einzelfall: Seien Sie vorsichtig mit sensiblen Daten!

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Töging am Inn – Die strotög GmbH warnt aktuell vor falschen Mitarbeitern. Der Grund: Jetzt im Herbst treten offenbar wieder vermehrt Drückerkolonnen an Haustür und Telefon auf. Dabei geht es um die Daten der Kunden.

Mehrfach haben wir in letzter Zeit Hinweise erhalten, wonach Mitarbeiter von anderen Stromanbietern sich als strotög-Mitarbeiter ausgeben und auf diesem Wege versuchen, an Daten für einen Wechsel zu kommen“, schreibt die strotög GmbH aus Töging auf ihrer Homepage. „Wir möchten um entsprechende Vorsicht bitten“, heißt es weiter. Ein Problem, das offenbar nicht nur die strotög-Kunden betrifft.

Das steckt dahinter:

Im Oktober werden die Umlagen für das kommende Jahr festgelegt. Mit diesen Daten werden die Strompreise berechnet. Ähnlich wie bei der Autoversicherung ist jetzt die beste Zeit, den Anbieter zu wechseln. Das machen sich die Drückerkolonnen zu Nutze. Ob direkt an der Haustür oder am Telefon: Sie versuchen an die Daten der – in diesem Fall – Kunden der strotög zu kommen. Name und Adresse sind dabei die leichteste Übung. Wichtig sind die Zählernummer und der Zählerstand.

Mit Zählernummer und Zählerstand sowie Name und Adresse bildet sich ein Datensatz, der es den Drückern im Fall des Falles ermöglicht, eine Kopfpauschale einzustreichen. Der angeblich vom „Neukunden“ bestellte Vertrag geht diesem zu. Antwortet er auf dieses Schreiben nicht innerhalb der vorgegeben Frist von üblicherweise 14 Tagen, sagen wir es deutlich, ist er den Drückern auf den Leim gegangen.

Das sagt die strotög:

Laut Robert Huber von der strotög GmbH sind es zwischen fünf und zehn Fälle im Jahr, wo jemand aus dem Kundenkreis dieses Anbieters auf diese Masche reinfällt, Tendenz steigend. Deshalb hier die wohl wichtigsten Tipps, woran Sie erkennen, dass es sich nicht um Mitarbeiter der strotög handelt:

  • Die strotög schickt keine Mitarbeiter zu Vertragsgesprächen zu ihren Kunden nach Hause!
  • Die strotög ruft ihre Kunden nicht wegen Vertragsänderung!
  • Sämtliche Vertragsinformationen regelt die strotög auf dem schriftlichen Weg!

Die allgemeinen Empfehlungen an Stromkunden lauten:

  • Geben Sie nie jemanden an der Haustüre oder am Telefon Ihre Vertragsnummer, wenn sie von einem „Mitarbeiter“ zu Hause besucht oder angerufen werden.
  • Geben Sie nie jemanden an der Haustüre oder am Telefon Ihrer Zählernummer und auch nicht den Zählerstand, wenn Sie von einem „Mitarbeiter“ zu Hause besucht oder angerufen werden.

Ansprechpartner:

Bundesweit häufen sich offensichtlich diese Anrufe - die Bundesnetzagentur hat eine Beschwerdemöglichkeit eingerichtet. "Der Vorteil an der strotög:", erklärt Andreas Vogl, "Wir haben noch Parteiverkehr". Soll heißen: Dort kann man im Fall des Falles noch persönlich nachfragen.

innsalzach24.de hat die Bundesnetzagentur um Stellungnahme gebeten. Ein entsprechender Artikel folgt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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