Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Im Urlaub Gutes tun

Fahrradtour mit großem Ziel – Tögingerin (57) fährt 1300 Kilometer für Kinder- und Jugendtrauerarbeit

Sabine Brantner auf der 2019er „Tour de Hospiz“ vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Sie steigt am Samstag wieder auf ihr Rad und nutzt ihren Urlaub, um Spenden für die Arbeit des Hospizvereins zu sammeln.
+
Sabine Brantner auf der 2019er „Tour de Hospiz“ vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Sie steigt am Samstag wieder auf ihr Rad und nutzt ihren Urlaub, um Spenden für die Arbeit des Hospizvereins zu sammeln.

Die Strecke von Sabine Brantners Solo-„Spenden-Tour de Hospiz 2.0“ führt in 13 Tagen von Basel bis zur französischen Atlantikküste. Sie sammelt Geld für das St. Anna Hospiz.

Mühldorf/Töging – Im Jahr 2019 ist Sabine Brantner mit Dr. Irmgard Singh die „Tour de Hospiz“ von Salzburg nach Berlin geradelt, um Spenden für die Arbeit des St. Anna Hospiz Mühldorf zu sammeln.

Am Samstag (25. Juni) macht sich Brantner allein auf den Weg und wird 1300 Kilometer weit radeln. Die Strecke ihrer Solo-„Spenden-Tour de Hospiz 2.0“ führt von Basel bis zur französischen Atlantikküste, und dieses Mal wird sie mit jedem Kilometer Spenden für die Kinder- und Jugendtrauerarbeit des Hospizvereins erstrampeln.

„Ich bin eine ganz normale Radlerin, fahre manchmal mit dem Rad zur Arbeit, aber keine täglichen Runden“, sagt die 57-jährige Tögingerin. Vergangenes Jahr ist sie aber bereits alleine über die Alpen geradelt. „Bei meinen Radtouren geht es mir auch immer darum, Menschen zu treffen und das Leben zu spüren“, beschreibt sie. „In der Fahrradtasche habe ich dabei Fragen nach dem Leben, der Vergänglichkeit und der Schönheit, die dazwischen liegt.“

100 Kilometer proTag sind der Plan

Sie plant, bis 8. Juli, 13 Tage lang unterwegs zu sein, will rund 100 Kilometer pro Tag schaffen. „Für Bergetappen plane ich etwas mehr Zeit und weniger Kilometer ein“, berichtet sie von ihren Vorbereitungen. „Nur für die erste Nacht habe ich in einer Jugendherberge gebucht, danach werde ich entlang der Strecke in einem Zelt schlafen.“

Warum hat Sabine Brantner, Verwaltungsleiterin des Hospizvereins, die Kinder- und Jugendtrauerarbeit als Nutznießer ihrer Spendentour ausgewählt? „Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene, für ihre Trauer braucht es spezielle Angebote, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind und ihrem Alter entsprechen“, erklärt sie. Kleinere Kinder verarbeiten Gefühle oft spielerisch, Jugendliche brauchen wieder andere Möglichkeiten.

Bei Stopps auf ihrer Spenden-Tour will sie mit Menschen über die Hospizarbeit ins Gespräch kommen: „Schon 2019 haben sich da schöne Begegnungen ergeben. Viele haben Angst vor Krankheit, Tod und Trauer. Oft haben uns die Leute nach einer Unterhaltung über das Hospiz aber gesagt: Gut, dass es so etwas gibt.“

Das Angebot der Kindertrauergruppe wurde bisher nicht so recht angenommen. Aus diesem Hintergrund entstand die Idee für das Projekt „Kinder- und Jugendtrauerarbeit“. Ehrenamtliche Kindertrauerbegleiterinnen des Anna Hospizvereins engagieren sich für die Kinder-Trauer-Hotline und waren auch die Initiatoren.

Besondere Aktionen der Trauergruppe

„In einem geschützten Rahmen möchten wir Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Gefühle einzuordnen, darüber sprechen zu können und einfach nur zuhören“, bietet Brantner an. Eltern oder andere Angehörige, betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch Freunde, Lehrer oder Erzieher können sich mit ihrer Trauer an den Hospizverein wenden.

Ab September plant der Hospizverein Aktionen wie Klettern in der Kletterhalle oder Wandern mit Alpakas. „Es ist so wichtig, dass diese Unterstützungsangebote bekannter werden“, so Brantner. Denn viele Menschen kennen die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung gar nicht. Und vor allem für Kinder scheint dieses Thema noch nicht angekommen zu sein. Das will sie mit ihrem Team ändern.

+++ Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf +++

Die Spenden-Radtour ist dazu ein gutes Mittel zum Zweck. So kann sie ihre Liebe zum Radfahren mit ihrer Herzensangelegenheit Hospizarbeit – hoffentlich gewinnbringend – unter einen Hut bringen. Denn, um die Unterstützungsangebote für Trauernde dauerhaft sichern zu können, ist der Anna Hospizverein mit seinen ehrenamtlichen Helfern auf Spenden angewiesen. Die Kinder- und Jugendtrauerarbeit des Vereins wird rein durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

Weitere Informationen zur Spenden-Tour finden Sie auf www.annahospiz.de oder telefonisch unter 08631/1857-0.

Hospiz-Kinderaktion am Altstadtfest

Der Anna Hospizverein startet in diesem Jahr sein Projekt Kindertrauer „Weil du mir so fehlst“ (nach dem gleichnamigen Buch von Ayse Bosse) mit einer Auftaktveranstaltung am Samstag, 25. Juni, von 13 bis 17 Uhr, auf dem Mühldorfer Altstadtfest. Im Kinderland beim Haberkasten wird Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten, ihre Gefühle kreativ in allen Farben auszudrücken. Kunsttherapeutin Simone Gies wird sie dabei begleiten. Außerdem wird im Rahmen des Projektes ein Name für die Kindertrauergruppe gesucht. Für den ausgewählten Namen gibt es als Preis das Buch von Ayse Bosse „Weil du mir so fehlst“ oder die Teilnahme an einer Aktion im Rahmen des Kindertrauerprojektes.

Kommentare