Offenbar keine Waffe im Spiel gewesen

Familiendrama in Reischach: Tötete Bastian L. seinen Vater mit bloßen Händen?

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In diesem Haus soll Bastian L. das schlimme Verbrechen begangen haben.
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Reischach - Acht Tage ist es her, dass Bastian L. (26) in dem 3000-Einwohner-Ort Reischach seinen Vater getötet haben soll. Offenbar benutzte er dafür keine Waffe oder Gegenstand.

Was ist am Donnerstagmorgen (20. Juni) in der 3000-Seelen-Gemeinde Reischach im Landkreis Altötting passiert? Fest steht: Ein 64-Jähriger ist tot, seine Frau verletzt und sein Sohn mit schweren Verletzungen auf der Flucht verhaftet worden. "Für die Staatsanwaltschaft und die Kripo bestehen zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Zweifel, dass der 26-jährige Mann die Tat begangen hat", so Polizeisprecher Stefan Sonntag bereits vor einer Woche auf Nachfrage von innsalzach24.de. 

Manche Fragen noch immer ungeklärt

Seit Freitag befindet sich der Sohn Bastian L. wegen seines psychischen Ausnahmezustands in einer geschlossenen Abteilung einer entsprechenden Fachklinik.

Doch noch immer sind einige Fragen offen. Zum Tatablauf und zur Tatwaffe konnte Sonntag noch nichts Konkretes sagen. Dabei handelt es sich laut dem Sprecher "um Täterwissen". Dieses kann zum jetzigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgegeben werden. Wie die Passauer Neue Presse nun berichtet, lägen ihr Informationen vor, dass bei der Tat weder Waffe noch ein anderer Gegenstand von Bastian L. verwendet worden wären. Demnach wäre der 64-Jährige durch rein körperliche Gewalt ums Leben gekommen. 

Weiterhin berichtet die PNP, dass Bastian L. bereits im Rahmen eines Prozesses vor dem Altöttinger Amtsgericht eingeräumt habe, zum ersten Mal mit 12 Jahren Drogen genommen zu haben. Immer wieder hätte er den Absprung versucht, dies wäre jedoch nicht sehr erfolgreich für den 26-Jährigen verlaufen.

Gab es auf Facebook Hinweise für die Tat?

Knapp 24 Stunden nach der Tat zeigten sich Bürger von Reischach im Gespräch mit innsalzach24.de geschockt von der grausamen Tat. „Unvorstellbar, dass es zu solch einer Tat hier im Ort gekommen ist“, erzählt eine Anwohnerin vor Ort. 

Auf seinem Facebook-Profil hat der Täter einige Beiträge geteilt, die in diesem Zusammenhang viel Interpretationsspielraum lassen. „Ich bin lieb zu den Menschen, die lieb zu mir sind. Die restlichen können mich...“, „Respekt fängt beim Zuhören an“ oder „Umgib dich nicht mit Menschen, die dir nicht gut tun.“ Und zuletzt postete er am 15. Juni einen Beitrag: "Ich bin nicht arrogant. Ich habe nur einen Punkt in meinem Leben erreicht, wo ich keine Zeit mit Leuten vergeude, die mir auf den Sack gehen..."

mh

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