Polizei beendet Kiesgrubenparty

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Verbotenerweise hatten Jugendliche - die Jüngste gerade mal 13 Jahre alt - in einer Kiesgrube Alkohol konsumiert (Archivbild). Die Polizei löste die Kiesgrubenparty auf, die Jugendlichen müssen sich aber wegen Hausfriedensbruchs verantworten, da sie sich unrechtmäßigerweise auf dem Areal der Kiesgrube befunden hatten.

Töging - Jugendliche, die nicht nur Bier, sondern auch "harte Sachen" konsumiert hatten, sind Beamten des Einsatzzuges Traunstein aufgefallen:

Am Samstag, den 17. September, gegen 19 Uhr im Rahmen routinemäßiger Verkehrskontrollen im Stadtbereich Töging sind Beamten des Einsatzzuges Traunstein Jugendliche aufgefallen. Die Beamten hatten die rund 20 Jugendlichen in einer abgelegenen Kiesgrube angetroffen, wo diese eine Party steigen ließen.

Bei der anschließenden Jugendschutzkontrolle staunten die Polizeibeamten nicht schlecht, dass nicht nur Bier konsumiert wurde, sondern auch Schnaps, etwa Wodka, getrunken wurde. Von den angetroffenen 17 Jugendlichen war nur ein Bursche volljährig und nur fünf weitere Jugendliche über 16 Jahre alt. Diese hätten somit erlaubterweise Bier, der 18-Jährige sogar Wodka trinken dürfen.

Die restlichen elf Jungen und Mädchen waren nach Polizeiangaben alle jünger als 15 Jahre und hätten demnach gar keinen Alkohol trinken dürfen. Sie waren jedoch mit bis zu einem Promille deutlich alkoholisiert. Die jüngste Teilnehmerin war gerade mal 13 Jahre alt, berichtet die Polizei weiter.

Wie die Ermittlungen ergaben, hatten die Jugendlichen vor, in der Kiesgrube eine Geburtstagsparty zu veranstalten. Den Besitzer der Kiesgrube hatten sie jedoch nicht um Erlaubnis gefragt. Da der Kiesgrubenbesitzer offensichtlich nicht mit der Party einverstanden gewesen wäre, ermittelt die Polizei gegen die Jugendlichen nun auch wegen Hausfriedensbruchs. Nachdem ihre Personalien festgestellt worden waren und sie den produzierten Müll aufgeräumt hatten, traten die jungen Töginger den Heimweg an.

Bei einem Jugendlichen wurde zudem ein Böller aus Tschechien gefunden. Wie die Polizei mitteilt, sei der Besitz in Deutschland aufgrund der Gefährlichkeit verboten. Sie stellte den Böller noch vor Ort sicher. Auf den Burschen kommt nun ein Strafverfahren zu. Die Erziehungsberechtigten werden laut Polizeibericht, "soweit noch nicht geschehen, von den Aktivitäten ihrer Sprösslinge in Kenntnis gesetzt".

re/Waldkraiburger Anzeiger

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