Über 400 Jahre Tradition

Huberwirt in Pleiskirchen: Sterneküche mit Stammtisch-Flair

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Sternekoch Alexander Huber mit seiner Frau Sandra.
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Pleiskirchen – Der Huberwirt in Pleiskirchen überzeugt durch eine Mischung aus Sterneküche und Stammtisch-Atmosphäre. Trotz der gehobenen Küche wird das Augenmerk auf alle Gäste gesetzt.

Gehobene Sterneküche und Stammtisch-Atmosphäre – wie das zu vereinen ist, beweist Koch Alexander Huber vom Huberwirt in Pleiskirchen. „Wir schätzen, dass Gäste da sind. Wir wollen da keinen Unterschied machen“, so der Sternekoch. Unter der Woche hat der Huberwirt gut besuchte Stammtische. Und für diese gibt es auch andere Gerichte als die Menüs der gehobenen Küche.

„Der Unterschied liegt in der Zubereitung, die Produkte sind dieselben“, erklärt Huber, der im Gasthof Schwarz in Hohenwart seine Kochlaufbahn begonnen hat. Vor seiner Rückkehr 2005 nach Pleiskirchen war er in der Küche vom Tantris in München, das sogar zwei Sterne hat. „Ich bin daher schon mit Ambitionen zurück, aber wollte weiterhin bodenständig bleiben. Die Mischung aus bayerischem Wirtshaus und gehobener Küche finde ich persönlich schon cool“, so Huber gegenüber innsalzach24.de. Das klassische Bild von Sterne-Restaurants würde es sowieso nicht mehr geben.

Das Gaststüberl 1612 sorgt für bayerische Wohlfühlatmosphäre.

„Wirtshausküche modern und neuartig zu interpretieren, das ist meine Passion, gleichermaßen wie die Kreative „Power der Provinzküche“ aus regionalen Zutaten“, so beschreibt Alexander Huber seine Philosophie. Er benutze Lebensmittel, Kräuter und Gewürze wie ein Künstler oder Maler seine Farben.

Seine Leidenschaft zur Küche wurde bereits belohnt. So ist der Huberwirt mehrfach ausgezeichnet worden. Seit 2013 hat das Restaurant sich durchgehend einen Stern erkocht. 2012 wurde er bei den Jeunes Restaurateurs, eine Vereinigung junger Spitzenköche, aufgenommen, deren Präsident er seit 2018 ist.

Bilder vom Huberwirt in Pleiskirchen: Sterneküche mit Stammtisch-Flair

Seit über 400 Jahren gibt es den Huberwirt, doch Alexander Huber ist der erste gelernte Koch in der Geschichte des Familienbetriebes. Seit 2005 ist er für die Küche verantwortlich. Doch nicht nur seine Kochkünste sind für den Erfolg verantwortlich. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man eine so lange Tradition erhalten kann. Dies ist nur möglich, wenn alle an einen Strang ziehen und Freude daran haben“, heißt es auf der Homepage des Wirtes.

Der Huberwirt von außen.

Eigene Metzgerei für Spezialanfertigungen

Alexander Huber ist die elfte Generation, die für das Gasthaus verantwortlich ist. Doch neben seiner Frau Sandra, die im Büro und im Service tätig ist, sind seine Eltern auch noch fleißig dabei. Sein Vater Josef Huber betreibt eine Metzgerei, die seit 2008 nur noch Spezialitäten für das eigene Gasthaus produziert. „Wir sind froh darüber, solche selbst produzierten Spezialanfertigungen im Angebot zu haben“, so Huber. So gibt es beispielsweise Bratwürste aus Reh oder selbst gemachte Weißwürste. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ein besonderes Schmankerl bietet der Sternekoch auch noch an. Ein Mal im Monat gibt es in Pleiskirchen eine Kochschule. In einer entspannten Atmosphäre versucht Alexander Huber seine Kochkunst weiterzugeben. Ein 4-Gänge-Menü wird dabei zubereitet, das die Schüler natürlich dann auch verzehren dürfen. „Das ist immer ein schönes Miteinander“, berichtet Huber. Aber natürlich kann man auch einfach den Huberwirt besuchen und pure Gaumenfreude erleben.

jz

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