Am Peracher Badesee

Graugans-Fäkalien am Badesee: Lösung nicht vor Herbst

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Perach – Vor rund zwei Monaten hieß es am bekannten Badesee: „Wir haben hier ganz klar ein Problem“. Graugänse würden das Naherholungsgebiet, das sich im Besitz des Landkreises Altötting befindet, zuscheißen. Das Problem hat sich in den letzten Wochen offenbar situationsbedingt gebessert.

Ob von Hunden oder - wie am Peracher Badesee - auch Gänsen: „Bäh!“ Das ist wohl eine von mehreren möglichen Reaktionen darauf, wenn man in Scheiße tritt. Kann man die Hinterlassenschaften von Tieren vom Schuh noch abstreifen, werden sie an einem Badesee zum Problem. Mit nacktem Fuß da reintreten … richtig: Das ist „Bäh!“ und mehr noch: Es ist gefährlich: Man kann darauf ausrutschen.

Rückzug ins Naturschutzgebiet

Dieses „Bäh!“ ist ein Problem am Peracher Badesee, findet die örtliche Wasserwacht. Der Grund: Rund 100 Graugänse. Angefangen hatte es laut einem Bericht der PNP mit zwei Gänsepärchen. Die haben sich offenbar unkontrolliert vermehrt. Bei normalem Badebetrieb merkt man davon nur wenig. Viele Menschen = keine Graugänse = keine Graugans-Kacke auf den Liegewiesen und Stegen. Soll heißen: Die Tiere ziehen sich unter anderem in das angrenzende Naturschutzgebiet (steht man beim Kiosk linker Hand in etwa 500 Meter Entfernung) zurück.

Das sei der Grund, warum das Problem gerade kein so großes mehr ist für den Badebetrieb, so ein Sprecher der örtlichen Wasserwacht auf Nachfrage von innsalzach24.de: Die Tiere meiden die Menschen, ziehen sich zurück weil Futter gibt es anderswo auch. Was aber tun?

  • Die Graugänse kommen zurück, wenn keine Menschen mehr da sind.
  • Es sind viele.
  • Viele Graugänse = viel Graugansscheiße (die im übrigen gar nicht so einfach zu entfernen sein soll, insbesondere von Stegen)

Im Herbst wird beraten

Wie Markus Huber, Pressesprecher am Landratsamt Altötting auf Nachfrage von innsalzach24.de am Freitagmittag mitteilt, stehen im Herbst Gespräche darüber an, wie man zukünftig der Problematik Herr werden will. Bei der örtlichen Wasserwacht am Peracher Badesee sei schon von Abschuss die Rede, so ein Sprecher von dort. Das geht freilich nicht in der laufenden Badesaison. Die Population sei aber dringend zu dezimieren.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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