Kammerkonzert in der Auferstehungskirche

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Töging - Ein erfolgreiches Kammerkonzert fand am 19.11.2011 in der Auferstehungskirche statt. Die Urteile der Zuhörer fielen durchwegs gut aus.

"Ein exzellentes Konzert auf hohem Niveau" – "Musik vom Feinsten". Das war das Urteil der Zuhörer über das fast schon zur Tradition gewordene Kammerkonzert in der evangelischen Auferstehungskirche. Walburga Ippenberger (Sopran) und Cornelia Klüter (Alt) stellten ein anspruchsvolles Konzert mit Komponisten aus dem Spätbarock (um 1700), wie Joseph Haydn, Franceso Maria Veracini und Johann Sebastian Bach zusammen. Neben dem "alten" Kammerorchester mit Brigitte Kühnhauser-Maier (Querflöte) und Waltraud Gruber (Violine und Viola), sowie Markus Holzner (Kontrabass) und der Pianistin Gabi Munz konnten die beiden Sängerinnen Gregor Keilhofer und Barbara Wapler an der Oboe und Peter Wapler am Fagott dazu gewinnen. Wunderschön ergänzten die neuen Klänge von Oboe und Fagott, die ein wenig an English Horn erinnerten, das Ensemble.

Besonders im Adagio aus dem Konzert in D-Moll von Alessandro Marchello bezauberte Gregor Keilhofer mit seiner Oboe die Zuhörer. Nicht minder begeisternd war Waltraud Gruber mit ihrer Violine beim Largo von Franceso Maria Veracini. Sehr ausdrucksstark und dennoch virtuos beherrschte die gelernte Familientherapeutin ihr Instrument. Beeindruckend auch die restlichen Instrumentalisten, die in wechselnden Formationen die Sänger begleiteten. Respekt der hervorragend spielenden Flötistin und dem sympathischen Contrabassisten, die sich wunderbar in die Klangwelt einpassten. Der Pianistin Gabi Munz wurde höchste Konzentration ohne Pause abverlangt, da sie das Konzert ohne Pause an Orgel und Piano begleitete. Scheinbar mühelos beherrschte sie ihre Instrumente. Ein echter Gewinn für das Kammerkonzert war der Tenor und Arzt Dr. Franz Krähschütz aus Altötting, der mit seiner ausdrucksstarken Stimme v.a. im Zusammenwirken mit den beiden Sängerinnen bestach. Sehr schön das Duett (mit Sopran) aus dem Stabat Mater von Joseph Haydn Sancta Mater, istud agas.

Überzeugend die beiden Sängerinnen Walburga Ippenberger (Sopran) und Cornelia Klüter (Alt) in ihrer Professionalität der Darbietung. Seit über drei Jahren singen die beiden gemeinsam als Solisten fast jeden Sonntag in der Basilika St. Anna in Altötting. Wunderschön ihre Duette von dem italienischen Komponisten Giovanni Alberto Ristori, sowie ihre Soloarien aus Haydns Stabat Mater. Die Sopranistin begeisterte v.a. in den hohen Koloraturen, die sie mühelos bewältigte. Wunderbar die Altistin, die mit ihrer warmen und ausdrucksstarken Stimme ihren gewaltigen Stimmumfang erahnen ließ. Als Kontrapunkt zum Sopran brachte sie die Musik wieder in geordnete Bahnen und ergänzte auf bezaubernde Weise die Harmonie der Stimmen. Schloß der Zuhörer die Augen meinte er sich an berühmte Bühnen versetzt zu sein.

Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich die Bachkantate Was Gott tut, das ist wohlgetan. Nach den beiden Soloarien für Sopran und Alt, stimmten alle Sänger und Instrumentalisten in den Schlußchoral ein. Die Zuhörer bedankten sich mit stehendem Applaus und erkämpften sich noch eine Zugabe. Ein wunderschönes Kammerkonzert, bei dem es nur zu wünschen bleibt, dass die Tradition auch nächstes Jahr nicht abreißt.

Pressemitteilung Uwe Reuter

Rubriklistenbild: © dpa

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