Einkaufszentrum Töging: Noch keine Billigung

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Töging - Der Stadtrat hat am Mittwochabend die Billigung vom Bebauungsplan fürs umstrittene Einkaufszentrum vertagt. Bürgermeister Krebes will erste Gutachten zum Verkehrskonzept und Lärmschutz abwarten.

Der Stadtrat war sich einig: Bevor es der Bebauungsplan gebilligt werden kann, sollten erst einmal zweierlei Gutachten vorliegen: Ein Verkehrskonzept und ein Lärmschutzgutachten. "Die Einwendungen der Beschwerdeträger sind noch lange nicht vom Tisch!", betonte Bürgermeister Horst Krebes ausdrücklich. Eine Münchner Firma wird jetzt ein Verkehrskonzept erstellen. Dieses soll zeigen, wie die Aus- und Einfahrt zum Parkplatz geregelt werden könne, damit der Verkehr sich mit der angrenzenden Schule und dem Kindergarten vertrage und keine Gefahr für die Kinder bestehe. "Hier gilt es beispielsweise die Frage zu klären, ob eine Zufahrt beim Mittelbau die Situation entzerren könnte," so Krebes. Auch ein Lärmschutzgutachten gehe mit diesem Verkehrsgutachten einher. "Die Ergebnisse sind Voraussetzung für die weitere Planung", gab Krebes an.

Allerdinge gebe es laut Krebes auch gute Nachrichten für den neuen Verbrauchermarkt: Die Regierung Oberbayerns habe dem ihnen vorgelegten Bauplan eine erste Zustimmung erteilt - "zwar erst mündlich, aber immerhin ist das für uns ein erstes Zeichen, dass der Markt, so wie wir ihn planen, möglich ist", so Krebes.

In Sachen Verkehrskonzept warf die SPD-Fraktion noch einen Vorschlag ein: Man solle auch eine Kreisellösung in Betracht ziehen, um den Verkehr zu beruhigen. Ein weiterer Einwand: Mit dem Verkehrsgutachten solle man doch auch direkt prüfen, ob der Grund und Boden überhaupt für das Bauvorhaben geeignet sei. Zur Information: Der Volksfestplatz, auf dem gebaut werden soll, ist eine ehemalige Deponie, die mit Kies aufgefüllt wurde. Bohrungen und Bodenproben können zeigen, in wieweit der Boden einen solchen Verbrauchermarkt tragen würde. Dieser Einwand fand allerdings keine breite Zustimmung, da eine Bohrung einen erheblichen finanziellen Aufwand, etwa 20.000 Euro, bedeuten würde. "Wir geben doch nicht so viel Geld aus, wenn bereits ein Verkehrsgutachten das Aus für den Markt bedeuten würde", so der Bürgermeister. Man einigte sich dann doch auf die Vorgehensweise, erst einmal das Verkehrsgutachten abzuwarten und dann neu zu entscheiden.

Die Freude über den vorübergehenden Time-Out in Sachen Einkaufszentrum rief bei Beschwerdeträger Schirmer nur bedingt Euphorie hervor. "Die müssen das verschieben, denen bleibt keine andere Wahl. Wenn die sich jetzt nicht genau an alle rechtlichen Vorgaben halten, ist es eh aus mit dem Zentrum," so Schirmer gegenüber Innsalzach24. Er gehe sowieso davon aus, dass sich die ganze Planung so lange herauszögere, bis der Betreiber Edeka ohnehin abspringe.

ds

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