Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Töginger wendet sich direkt an die Stadt

Blindgänger: Unverständnis auf beiden Seiten

  • Alexander Belyamna
    VonAlexander Belyamna
    schließen

Töging - Der mutmaßliche Blindgänger schlägt hohe Wellen. In einem offenen Brief ans Rathaus fordert ein Töginger, die Bürger über eine Bombensuche abstimmen zu lassen.

Die Entscheidung der Stadt Töging, nicht nach einem möglichen Blindgänger auf einem Grundstück im Ortsteil Hubmühle zu suchen, stößt in Teilen der Bevölkerung offenbar auf Unverständnis. In einem offenen Brief, der unserer Redaktion vorliegt, hat sich der Töginger Andreas Willeitner ans Rathaus gewandt. In erster Linie mit Verweis auf die Explosion eines Blindgängers in Euskirchen konstatiert Willeitner, man fühle sich "doch etwas unsicher und unwohl".

Der Töginger fordert, die Bürger über die Bombensuche abstimmen zu lassen, "weil ich denke, die Entfernung der Bombe ist im Interesse einiger oder eventuell sogar der meisten Mitbürger unserer Stadt".

Krebes: "Ich bin ohne Sorge"

Bürgermeister Horst Krebes zeigte auf Anfrage unserer Redaktion kein Verständnis für die Bedenken des Tögingers. Eine Suche nach dem mutmaßlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sei "völlig unnötig", so Krebes. "Ich sehe keine Notwendigkeit." Wie schon zuvor der Hauptamtsleiter der Stadt Werner Huber betont Krebes, es sei gut möglich, dass sich auf dem Grundstück gar keine Fliegerbombe mehr befindet. Grund für diese Vermutung ist, dass Kommandos der Wehrmacht Blindgänger regelmäßig entfernt haben. So konstatiert der Bürgermeister: "Ich bin ohne Sorge."

Zudem befindet sich das Grundstück in Privatbesitz. "Das ist alleine die Sache des Grundstückbesitzers", erklärt Krebes. "Der Grundstücksbesitzer hat gesagt, das geht niemanden was an." Wie das Bayerische Innenministerium in einer Bekanntmachung zum Thema Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel bereits im Jahr 2010 deutlich machte, sind Grundstückseigentümer für die Beseitigung konkreter Gefahren verantwortlich. Weil auf dem Gelände in Hubmühle aber nicht gebaut werden soll und noch nicht einmal feststeht, ob sich dort überhaupt ein Blindgänger befindet, liegt keine konkrete Gefahr vor. Dies hat bereits gestern Hauptamtsleiter Werner Huber deutlich gemacht.

Theoretisch ist es allerdings möglich, auch im Falle "noch nicht aufgefundener Kampfmittel sicherheitsrechtlich einzuschreiten", schreibt das Innenministerium. Darüber könnten die örtlichen Sicherheitsbehörden unter Berücksichtigung der grundstücksbezogenen Gegebenheiten und insbesondere der Bodeneingriffe - wenn also beispielsweise gebaut werden soll - entscheiden.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Kommentare