Stadt übernimmt künftig die Unterhaltskosten

Baubeginn der neuen Innkanalbrücke

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Ab Montag beginnen die Bauarbeiten für eine neue Innkanalbrücke, die bestehende wird abgerissen.

Töging - Die Verbund Innkraftwerke beginnt mit dem Neubau einer 30 Tonnen-Brücke über den Unterwasserkanal bei Töging.

Die Brücke wird zukünftig durch die Stadt Töging unterhalten, wie das Unternehmen mitteilte.

Bereits am Montag sollen die Arbeiten zu dem Bauwerk am Innkanal starten. Die neue Brücke wird etwa zehn Meter stromabwärts der bestehenden beim sogenannten "Monte Alumino" entstehen. Bis zum Jahreswechsel erfolgen die Vorbereitungen zum Einheben und für die Montage der Stahlbauteile. Die Fertigstellung ist für Mitte 2012 geplant.

Die zwei am Unterwasserkanal bestehenden 90 Jahre alten Brücken sind dringend sanierungsbedürftig. Mit üblichen Instandsetzungsmaßnahmen wäre eine Überfuhr für schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterhin nicht möglich gewesen und hätte für die Landwirte einen Umweg durch das Stadtgebiet bedeutet. Die für den Unterhalt zuständige Verbund Innkraftwerke vereinbarte daher mit den Landratsämtern Mühldorf und Altötting sowie mit der Stadt Töging den Bau einer neuen und breiteren Brücke mit höher Nutzlast. Nach Fertigstellung des Bauwerks geht die Unterhaltspflicht von den Verbund Innkraftwerken auf die Stadt Töging über. Die beiden bestehenden Brücken sollen bis zum Herbst 2012 zurückgebaut werden.

In nicht-öffentlicher Sitzung hatte sich der Stadtrat dafür ausgesprochen, gegen eine Ablöse von 300000 Euro den Unterhalt der Brücke zu übernehmen. Die Verbund Innkraftwerke haben sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, entgegen den damaligen Konzessionsbescheid eine breitere und belastungsfähigere Brücke zu errichten. Der Unterhaltsverpflichtung sieht die Stadt gelassen entgegen. "Wir gehen davon aus, dass in den nächsten 20 bis 30, möglicherweise sogar 40 Jahren keine größeren Unterhaltskosten auf die Stadt zukommen", sagte Bürgermeister Horst Krebes auf Nachfrage. Bei den nötigen Brückenkontrollen würden in fünf Jahren etwa 5000 Euro anstehen. Andere Gemeinden hätten sich vor Töging bereits ähnlich entschieden.

"Wir investieren rund zwei Millionen Euro in die Neuerrichtung und den Rückbau der bestehenden Anlagen und setzen so nicht nur einen wirtschaftlichen Impuls in der Region, sondern tragen darüber hinaus zur regionalen Wertschöpfung bei", informiert Klaus Schöler, Werksgruppenleiter der Verbund Innkraftwerke. "Diese Investition stellt für alle Beteiligten eine sinnvolle Lösung dar.

Die Überquerung des Unterwasserkanals wird ab Mitte 2012 für Spaziergänger, Radfahrer und modernes landwirtschaftliches Gerät wieder möglich sein."

Wie Projektleiter Thomas Wimmer erläutert, kommt als Bauweise ein Stahltragwerk in Verbindung mit einer Stahlbetonfahrbahnplatte zum Einsatz. Die Eingriffe in die Natur werden so minimal wie möglich gehalten.

re/hi/Mühldorfer Anzeiger

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