Anwohner stellen Forderungen

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Der Volksfestplatz am Harter Weg. Dort soll der Supermarkt entstehen. Rechts davon das zukünfitge Anwesen der Klageführer.

Töging - Susanne und Henning Schirmer fordern beim diskutierten Supermarkt-Neubau am Volksfestplatz Änderungen, unter anderem zur Schulweg-Sicherung und Lärmschutz.

Die bisherigen Münchener Schirmer, die ab Dezember direkt neben dem Volksfestplatz wohnen, verfassten einen neunseitigen Brief an Stadt, Edeka Südbayern und Medien.

Noch gibt es lediglich einen im Stadtrat vorgestellten ersten Plan-Entwurf aber keinen konkreten Bauplan-Beschluss. Eine weitere öffentliche Vorstellung des Vorhabens ist seitens der Stadt für den morgigen Donnerstag um 19 Uhr, im Gasthaus Müllerbräu geplant - doch die Kritik an einem erweiterten Edeka-Neubau auf dem Volksfestplatz nimmt schon vorher Formen an. An der Info-Veranstaltung werden Schirmers nach eigener Aussage nicht teilnehmen, "da der Termin zwecks Einbeziehung der Bevölkerung unglücklicherweise in die bayerischen Schulferien gelegt worden ist", wie sie das auch an den Stadtrat gerichtete Schreiben beginnen.

Die Schirmers kündigen Rechtsmittel an, werde der Neubau nicht durch die von ihnen in dem Schreiben genannten Gründe verhindert.

Sie beklagen unter anderem fehlende Nachweise für die Notwendigkeit eines Marktes sowohl in der Siedlung als auch am Standort Volksfestplatz selbst sowie der Wirtschaftlichkeit eines Marktes.

Schirmers bezweifeln die Aussagekraft einer auch von Stadträten durchgeführten Unterschriftenaktion, bei der sich 1156 Bürger für den Erhalt eines Supermarktes in der Siedlung eingesetzt hatten. Sie "vermuten in der Unterschriftenaktion eine fehlerhafte Fragestellung". Es sei unverhältnismäßig, "sich dem Diktat der Edeka Kette zu unterwerfen".

Weil eine Zu- und Ausfahrt zum Neubau dem ersten Plan-Entwurf zufolge gegenüber der Comenius-Schule angelegt würde, vermuten die Schirmers auch eine Gefährdung der Schüler. Sie fordern ein Verkehrskonzept.

Schirmers gehen trotz des Plan-Entwurfs, der 130 Stellplätze vorsieht, von 196 Parkplätzen aus. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Parkplatz auch über den Harter Weg verlassen werde und nicht nur über den bisherigen Edeka-Parkplatz. Dies ist im Plan-Entwurf nicht anders vorgesehen.

Die vorgesehene Lärmschutzwand im Westen werten Schirmer als "Demarkationswall-artig", der "wahrscheinlich generell zu niedrig" geplant sei. Nötig sei eine Mindesthöhe von sechs Metern. Schirmer in ihrem Brief: "Im Vergleich dazu war die (weltweit bedrohlich empfundene) Berliner Mauer lediglich bis zu 3,60 Meter hoch". Das Paar weist auf drei behinderte, besonders lärmempfindliche Kinder hin.

Durch das Vorhaben unter anderem mit Lärmschutzwänden in "gigantischem Ausmaß" und "Gefahrenzonen in der Nähe von Schulen" sinkt nach Ansicht der künftigen Neubürger Schirmer die Attraktivität der Stadt "dramatisch".

rob/Mühldorfer Anzeiger

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