Zwei schreibende Schwestern

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Leseratten: Monika (links) und Rosmarie Mühlhuber lesen sehr gerne, bei schönem Wetter auch auf der Wiese.

Reichertsheim - "Ziemlich überrascht" waren Monika und Rosmarie Mühlhuber, als sie von ihrem Gewinn erfuhren. Die Schwestern belegten jeweils den ersten Preis bei einem bundesweiten Schreibwettbewerb.

Die Preisverleihung war jetzt am Wochenende in München.

Der Münchner Verein "Fiction & Fantasy e.V" betreibt den FiFa-Verlag und unterstützt junge Autoren bei der Veröffentlichung ihrer Werke. In Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Bundesländer lud FiFa vor ein paar Wochen zum mittlerweile siebten Schreibwettbewerb ein. Zu gewinnen gab es dabei vor allem eine Urkunde und eine CD mit sämtlichen Beiträgen. Das hat die 21-jährige Monika aus Mühlhub besonders gereizt, weil sie sich davon Anregungen für eigene Theaterstücke versprach.

Beide Schwestern sind bei den Pfadfindern aktiv, gerne wird dort auch Theater gespielt. Schreiben fällt beiden leicht, die Deutschnoten sind und waren stets gut, das liegt in der Familie. So ist die Mutter regelmäßig für Gedichte zu allen Anlässen zuständig, deren Vater und dessen Vater waren, obwohl "einfache Leute" ebenfalls dem Schreiben und Lesen sehr zugetan.

In den Kategorien Gedichte, Kurzgeschichten, Romane, Theaterstücke und Rezensionen in drei Altersgruppen haben sich bei diesem Wettbewerb 500 Schüler und junge Erwachsene mit 1000 Beiträgen beteiligt. Monika erreichte den ersten Platz bei den Theaterstücken und den dritten mit den Gedichten "Gerede" und "Schwierigkeit der Liebe", die doch persönliche Gedanken offenlegen, so dass es sie damit nicht in die Öffentlichkeit zieht. Bei der Preisverleihung allerdings vortragen, das sei okay, denn die Teilnehmer hätten sich ja selbst auch offenbart.

In dem kurzen und spannenden Stück "Das Leben des Baden Powell" gab sie das ungewöhnliche Leben des Pfadfindergründers Robert Baden-Powell wieder. Was die angehende Erzieherin, die ihre Ausbildung am Ammersee abschließt, später einmal arbeiten möchte und vor allem wo, steht noch nicht hundertprozentig fest. Einerseits liebäugelt sie mit einer Anstellung in einem Kinderheim, andererseits lockt das Reisen, teilweise mit ihrer 500er Suzuki.

Die 16-jährige Rosmarie besucht die letzte Klasse der Haager Realschule und freut sich schon auf eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin in München. Wobei die Stadt an sich auch eine Rolle spielt. Mit ihrem kurzen Theaterstück namens Paul beschreibt sie in Anlehnung auf Paulus die Wandlung eines Bandenchefs zum Christ, nachdem er unfreiwillig die Seiten wechseln musste.

kg/Wasserburger Zeitung

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