Zwei Kindergärten: Gleiche Gebühren

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Haag - Die neuen Gebühren für den Gemeindekindergarten treten ab September in Kraft. Der Gemeinderat verwirklicht damit eine Angleichung der beiden Kindergärten von Gemeinde und Pfarrei.

Bisher waren im Unterschied zum katholischen Kindergarten an der Berger Straße die Gebühren des Gemeindekindergartens am Schachenwald nach Einkommen gestaffelt. Das fällt künftig weg. Eine Entlastung, so Bürgermeister Hermann Dumbs, soll es nur noch geben, wenn jemand gleichzeitig Kinder in der Kinderkrippe betreuen lässt. Zu dem Sonderfall von Drillingen, der nicht mehr aufgenommen ist, könne man eine Einzelregelung nach Bedarf festsetzen.

Seit Inbetriebnahme im Jahre 1994 gelten im Gemeindekindergarten die gleichen Preise. Die erste Debatte des Gemeinderats im März hatte damit geendet, auf das Pfarramt zuzugehen und die Monatsgebühren als Berechnungsgrundlage abzustimmen. Kämmerer Manfred Mörwald hatte auf die Praxis der Eingänge im Gemeindekindergarten verwiesen: 70 Prozent der Eltern bezahlen nach seinen Angaben den Höchstsatz, ohne einen Einkommenssteuerbescheid vorzulegen. So erübrigte sich nach Ansicht der Räte die Staffelungspraxis.

Die Gebühren für beide Kindergärten sind nach Wochenstunden geregelt. Die Monatsgebühr beträgt für ein Kind bei 15 bis 20 Stunden pro Woche 70 Euro, bei 20 bis 25 Stunden 80 Euro, bei 25 bis 30 Stunden 95 Euro, bei 30 bis 35 Stunden 110 Euro, bei 35 bis 40 Stunden 130 Euro und bei 40 bis 45 Stunden 145 Euro.

Für zwei Kinder zahlen Eltern pro Monat bei 15 bis 20 Stunden 126 Euro, bei 20 bis 25 Stunden 144 Euro, bei 25 bis 30 Stunden 171 Euro, bei 30 bis 35 Stunden 198 Euro, bei 35 bis 40 Stunden 234 Euro und bei 40 bis 45 Stunden 261 Euro.

Jedes weitere Kind soll mit 20 Prozent Abschlag berücksichtigt werden. Der Beschluss erging mit 16 gegen zwei Stimmen.

In einem Tagesordnungspunkt zur regenerativen Energie entschied der Gemeinderat, am neuen Parkzentrum an der Rute Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zu berücksichtigen. Auch beim Bürgersaal, wo der neue Pendlerparkplatz entsteht, sollen sie installiert werden können. In der knappen Diskussion blieben manche skeptisch gegenüber der anvisierten Elektromobilität. Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) hätte es dagegen gerne gesehen, wenn sich Haag als Pilotstadt für Elektro-Autos bei der Regierung beworben hätte.

Wolfgang Weißmüller (PWG) wollte wissen, ob der Gemeinde mit den Elektrosäulen Kosten entstehen. Das ist nach Bürgermeister Hermann Dumbs nicht der Fall. Über Leerrohre soll die Anbringung einer alternativen Energiezapfanlage nur vorgesehen, aber nicht eingerichtet werden. Das erledige dann der Betreiber.

Winfried Weiß appellierte an die Räte, zu zeigen, dass Haag eine "moderne Gemeinde" ist und künftig auch für Elektroautos Tankstellen anbieten kann. Die Befürwortung fiel mit 14 gegen vier Stimmen aus.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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