Zusammenarbeit ohne Abstriche

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Wieder laufen lernen: Auch künftig soll das Krankenhaus in Haag neben der Akutgeriatrie spezielle Rehabilitation für alte Menschen anbieten. Ob sie wie bisher von einem eigenen Chefarzt geleitet wird oder gemeinsam mit der Akutgeriatrie ist offen.

Mühldorf/Haag - Der Abschied von Geriatriechefarzt Dr. Raymund Hahn ändert nichts an der Ausrichtung des Krankenhauses in Haag.

Auch künftig bleibt es mit dem Schwerpunkt Altersmedizin sowohl im Akutbereich wie der Rehabilitation erhalten.

"Wir werden die gesamte Altersmedizin ausbauen", verspricht Kliniken-Geschäftsführer Heiner Kelbel. Damit reagieren die Kreiskliniken auf die demografische Entwicklung, die immer ältere Patienten in die Krankenhäuser bringt, für deren Behandlung spezielle Methoden und Kenntnisse erforderlich sind. "Wir stehen in Haag auf einem hohen Niveau. Das wollen wir fortsetzen, müssen aber bestimmte Sachen einfordern.

Damit meint Kelbel die engere Zusammenarbeit der beiden geriatrischen Abteilungen. "Wir wollen Synergien nutzen aber keine Abstriche an der Qualität machen", betont der Geschäftsführer. Bei einer solchen, abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit übernehmen Ärzte des Akutbereichs Bereitschafts- und Hintergrunddienste sowohl für die Akut-Abteilung als auch für die Reha. "Damit können wir effizienter werden ohne die Leistungen runterzuschrauben."

Chefarzt von Clarmann im Gespräch mit einer Mitarbeiterin.

Seit dem Antritt von Dr. Stephan von Clarmann als Chefarzt der Akutgeriatrie vor über einem Jahr sei diese Zusammenarbeit ausgebaut worden. Zu Spekulationen, dass diese Zusammenarbeit den Leiter der geriatrischen Reha, Hahn, zum Wechsel nach Burghausen bewogen hat, wollte Kelbel nicht kommentieren. Hahn hatte nach Bekanntwerden seines Wechsels erklärt, dass es Konflikte gegeben habe, die sich laut Kelbel auf die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen bezogen hätten.

Eine Entscheidung über die Nachfolge Hahns ist von der weiteren Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den beiden geriatrischen Abteilungen abhängig. Aufsichtsratsvorsitzender, Landrat Georg Huber, betonte, dass es noch keine Personalentscheidung gebe. Zunächst müsse das Konzept der Synergie vorangetrieben werden, "zum Wohl der Menschen", sagte er auf Anfrage. Danach könne es fachlich notwendig sein, erneut einen Chefarzt zu bestellen oder das Haus von einem Chefarzt leiten zu lassen und ihm einen leitenden Oberarzt zur Seite zu stellen. Darüber will der Aufsichtsrat laut Huber im Herbst sprechen.

Grundsätzlich hat sich die geriatrische Fachklinik in Haag laut Geschäftsführer Kelbel in den letzten Jahren gut entwickelt und einen starken Zuwachs erlebt. So sei die Zahl der Patienten allein im Akutbereich im Vergleich zum Vorjahr bis Ende August um 197 auf 750 gestiegen. 18 Ärzte betreuen die Patienten, darunter sind zwei Chef- und vier Oberärzte. Der Personalstand sei nach oben gegangen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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