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1000 Liter Wasser kosten 53 Cent

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Rechtmehring - Neue Wasserpreise gelten jetzt in Rechtmehring. Ein Experte hatte die Kalkulation erstellt, der Gemeinderat folgte seinen Vorschlägen. Pro Kubikmeter Trinkwasser sind künftig 53 Cent zu bezahlen.

Die Grundgebühr wurde halbiert.

Ausführlich beratschlagte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung die Neukalkulation der Trinkwasserbeiträge. Der Wasserverbrauch der Gemeinde beträgt im Jahr etwa 150.000 Kubikmeter. Der externe Berater Weiß analysierte ausführlich erst die Kosten der zurückliegenden etwa 25 Jahre und stellte dies in der Sitzung vor. Danach fielen Gesamtkosten von 4,4 Millionen Euro an, die durch fast 2,5 Millionen Euro Zuschüsse und 1,4 Millionen Euro Beiträge finanziert wurden. Die Unterdeckung von 440.000 Euro beträgt damit nur etwa zehn Prozent und sei eine sehr gute Finanzierung, lobte Weiß.

Bei der Berechung der künftigen Preise gilt die gesetzliche Vorgabe, dass die Wasserwirtschaft bei der Gemeinde kostenneutral sein muss, das bedeutet, es darf seitens der Gemeinde weder Gewinn noch Verlust gemacht werden. Dies betrifft auch die Aufteilung der Kosten nach Erschließungskosten beim Bau, jährlicher Grundgebühr und Verbrauchsgebühr in Form des Wasserpreises. Bei der Kalkulation für die künftigen Preise wurden die letzten vier Jahre der zugerechneten Wasserkosten analysiert.

Rücklagen dürfen grundsätzlich nur für fest eingeplante Investitionen gebildet werden. So sind bei der Berechnung des künftigen Preises unter anderem auch die Kosten für den in den nächsten Jahren anstehenden Neuanstrich des Hochbehälters von 80.000 bis 100.000 Euro berücksichtigt.

Unter der korrekten Berücksichtigung der Personalkosten sowohl bei Verwaltung als auch des Wasserwartes bedeutet dies künftige Erschließungskosten von 1,07 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche und 4,93 Euro je Quadratmeter Geschossfläche. Nebengebäude zählen dann zur Geschossfläche, wenn darin ein Wasseranschluss vorhanden ist.

Bezüglich der anrechenbaren Grundstücksfläche bei Landwirten monierte Bart Angerer, dass unter anderem die Fahrsilos mitgerechnet würden. Verwaltungsleiter Tobias Riesch meinte, er könne diese Diskussion nicht mehr hören. Bürgermeister Sebastian Linner meinte, ihm gefalle dies auch nicht, aber rechtlich könne man hier nicht aus, was auch Gerhard Bauer bestätigte.

Die Neuberechnung des künftiges Wasserpreises ergab, dass dieser von 0,40 Euro auf 0,53 Euro steigt. Die jährliche Grundgebühr fällt für den "Standardzähler" von 60 Euro auf 31,18 Euro. Für einen durchschnittlichen Einfamilienhausbesitzer, der nicht mehr als 200 Kubikmeter Wasser verbraucht, bedeutet dies eine leichte Kostenreduzierung. Für Bauernhöfe und Gewerbetriebe kommen dafür höhere Kosten auf die Abnehmer zu.

Auch wenn nicht alle Räte der Meinung von Linner waren, dass man "fast bayernweit" keine so günstigen Wasserpreise finde, so blieb doch klar, dass auch der neue Wasserpreis sehr günstig ist und immer noch deutlich unter den Preisen vieler anderer Gemeinden und unter dem Durchschnitt liegt, was auch der Fachmann Weiß ausdrücklich lobend bestätigte. Beim Bauwasseranschluss hielt Riesch eine mengenabhängige Bepreisung für sinnvoll. Nach kurzer Diskussion blieb es dann beim alten Preis von 60 Euro. Die Satzung für die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung und die dazugehörige Beitrags- und Gebührensatzungen beschloss der Rat einstimmig und folgte centgenau den Empfehlungen von Weiß. Gültig sind die neuen Preise rückwirkend seit Januar 2011.

Damit der Entnahmegenehmigung für das Trinkwasser nichts im Wege steht, muss eine Überprüfung der Schutzgebietsbemessung erfolgen. Damit wird ein Fachbüro beauftragt, was wieder zu Kosten führt, so Linner.

fxm/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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