Viele Ideen für die Haager Zukunft

+

Haag - Im Rahmen der Städteplanung suchten knapp 40 Haager zwei Tage lang nach neuen Ideen für den Ort und Möglichkeiten der Umsetzung.

Knapp 40 Haager beteiligten sich an einer Planungswerkstatt unter dem Thema "Haag macht Zukunft".

"Für drei Generationen Gemeinderat" , so Bürgermeister Hermann Dumbs, hätten die Teilnehmer Ideen erarbeitet. Nun gelte es, die besten herauszufiltern und im Gemeinderat zur Begutachtung vorzulegen. Gemeindegeschäftsleiter Manfred Mörwald unterstrich dies, wies aber auch darauf hin, dass über die Finanzierung der genannten Wunschprojekte vorerst nicht geredet werde.

Den Beratungen und Besprechungen im großen Kreis und in Gruppen war eine Ortsbesichtigung vorangegangen. Sie führte über kritische Stellen vorbei am Fischer-Gebäude zum Bräuhausplatz, Schlosshof, Marktplatz und zur Hauptstraße. Am Marktplatz fiel auf, dass er vorwiegend nur als Parkfläche genutzt werde. "Das ist ein bisschen schade", so Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß. Mehr Belebung durch Geschäfte hielt man für die Rute notwendig.

Im Bürgersaal moderierte Wolfgang Grubwinkler vom Planungsbüro Identität & Image, der den Städteplaner Eberhard von Angerer als kompetenten Ansprechpartner zur Seite hatte.

Gruppensprecher Bernd Rehbein erläuterte für seinen Arbeitskreis die Visionen für das Brauereigelände. Es werde sich hier einiges tun mit der Neuschaffung von Büro- und Geschäftsräumen, einem Hotel und einer Tiefgarage. Der Bräuhausplatz soll Anfahrtsstelle bleiben. Das Areal um den Schlossturm soll künftig öffentlich zugänglich sein, so der Vorschlag. Neben dem Aufgang über die Freitreppe und den Spielplatz sei auch ein neuer Zugang vom "Hofgarten" aus vorstellbar. Neu nutzen sollte man den eben frei gewordenen Platz vor dem Pfarrhof.

Zum Zehentstadel schlug die Gruppe vor, Jugendzentrum, Turnhalle und Museum einzurichten. Gestalten solle man auch die bisher grüne Fläche der historischen Freiham. Leider bleibe die Zukunft des "schönen Gebäudes Zeller" ungewiss. In das Zentrum holen will die Gruppe Supermärkte, aus dem Zentrum hinaus verlagern das Milchwerk.

Für die zweite Gruppe schlugen Eva Rehbein und Günter Goetzke einen großen und kleinen Themenweg mit Hinweisschildern zu den historischen Stätten vor. Der Marktplatz sei mit Blick auf die neue Nutzung des Zehentstadels neu zu gestalten. Im Pfarrgarten könnten die Jugendlichen des Jugendzentrums Platz finden. Das Museum sollte aus dem Schlossturm ausgelagert werden, meinte man. Die "Klagemauer" sei nach Art einer historischen Stadtmauer zu erneuern. Neue Plätze und Treffpunkte eigneten sich beim "Haus der Braut" und beim Textilhaus Reithmayr. Die Hauptstraße soll im Wechsel von Fahrbahn und Pflaster "optische Schwellen" erhalten.

Für die dritte Planungsgruppe forderte Gregor Reichert ebenfalls die Auslagerung des Museums. Den Zehentstadel stelle man sich wie eine Schrannenhalle für Gastronomie und Kultur vor. Ein Gesamtkonzept mit Verkehrsberuhigung und Fußgängerzone sollte das Zentrum attraktiver gestalten, den Lkw-Verkehr des Milchwerks müsse man umlenken.

xy/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Haager Land

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser