Stiftungshaushalt wirft wenige Fragen auf

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Haag - Wenig Fragebedarf hatten die Haager Gemeinderäte zum neuen Haushalt der Hospital- und Leprosenhausstiftung mit 404.000 Euro.

Christian Prieller von der Gemeindeverwaltung trug die Zahlen vor. Danach umfasst der Verwaltungshaushalt des Hospital- und Leprosenhaushalts 152.100 Euro, der Vermögenshaushalt 251.900 Euro. Ausgaben gabe es für die Sanierung des Vereinshaus und des einstigen Bürgerheims an der Wasserburger Straße.

Dem Vermögenshaushalt sind 108.300 Euro aus dem Verwaltungshaushalt zugeführt, 94.600 aus den Rücklagen und 49.000 aus Investitionszuweisungen. Das waren Einnahmen in Höhe von 251.900 Euro.

Unter den Ausgaben in Höhe von 251.900 sind die Schuldentilgung mit 13.900 Euro und die Investitionen mit 238.000 Euro. 17.000 Euro verbuchte der Verwaltungshaushalt bei den Einnahmen unter dem Posten der forstwirtschaftlichen Erzeugnisse aus dem Stiftungswald. Dazu kamen 32.600 Euro an Mieten und Pachten, 875.000 für die Erbpacht von St. Kunigund und 15.000 als Zinseinnahmen.

Bei den Ausgaben nannte Christian Prieller 17.000 Euro für die Bewirtschaftung, 16.500 für Geschäftsausgaben, 5000 für den Stiftungszweck, 5300 Euro für Darlehenszinsen und 108.300 als Zuführung in den Vermögenshaushalt. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Volumen des Haushaltes um 89.900 Euro. Die Zinseinnahmen gingen um 3000 Euro zurück. Die Rücklagenentnahme betrug im Vorjahr 226.700 Euro und sank heuer auf 94.600 Euro. Um 89.900 Euro geringer fiel die Investitionszuweisung von 404.000 Euro aus.

Die Mieten mit der Erbpachtzahlung erhöhen sich konstant. Sie betrugen im Jahr 2006 noch 66.800 Euro, erhöhten sich 2008 auf 115586 und sind für 2010 mit 106.600 Euro und für 2011 mit 120.100 Euro vorgesehen. Die Zinsen, die 2009 noch 43.000 ausmachten, sollen sich heuer auf 15.000 Euro belaufen. Relativ konstant blieben die Unterhaltskosten mit 13.900 Euro für das Jahr 2006 und 17.000 für 2011.

Das Anlagevermögen der Stiftung prognostiziert die Gemeindeverwaltung für Ende des Jahres auf 4,35 Millionen, das Finanzvermögen auf 995.682. Die Schulden wurden seit 1987 konstant abgebaut. Damals lagen sie bei 1,19 Millionen, 1992 waren sie mit 991.000 unter eine Million gesunken, 1996 wurden sie auf 896.000 Euro abgebaut, 2003 auf 792.000, 2009 auf 697.000 Euro. Heuer werden sie bei 669.000 Euro liegen.

Die Rücklagen betrugen 1987 noch auf 529.000 Euro, fielen 1990 auf 435.000, kletterten 1995 auf 650.000 Euro, 2002 auf über eine Million und sind für das laufende Jahr mit 995.000 Euro berechnet.

Nachgefragt wurde der Stiftungszweck, der in Höhe von 5000 Euro den Senioren von St.Kunigund mit dem Besuch des Herbstfestes und mit einem Ausflug zugute kommt.

Für einen eventuellen Grundstückserwerb wurden 30.000 Euro einberechnet. Die Sanierung des alten St. Kunigund, die 2009 in Angriff genommen wurde, ist abgeschlossen, fällt aber im laufenden Haushalt noch mit 100.000 Euro zu Buche. Ausbezahlt wurden zum Großteil die Fördermittel in Höhe von 245.000 Euro. Heuer darf noch der Restbetrag von 49.000 Euro erwartet werden. Für weitere Ausbauten im Inneren des Vereinshauses sind heuer 100.000 Euro veranschlagt, unter anderem die Räume der Musikschule. Für die abschließenden Außenanlagenarbeiten sind 8000 Euro berücksichtigt.

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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