Startschuss für neues Feuerwehrhaus

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Seit Anfang der Woche rollt an der Baustelle zum neuen Feuerwehrhaus in Oberornau der Bagger. Sobald die Arbeiten zur Sicherung der Hangböschung abgeschlossen sind, soll mit dem Neubau begonnen werden.

Oberornau Der Neubau des Feuerwehrhauses in Oberornau ist zum Politikum geworden. Nach langem Hin und Her begann nun Anfang der Woche endlich der Bau.

1999 begannen die Diskussionen zu einem neuen Standort: Ein Neubau oder der Ausbau der Braunhalle standen zur Disposition. Zu einer Einigung kam es aber lange Zeit nicht, der neue Bürgermeister sollte sich nach der Kommunalwahl des Themas annehmen. Jahre später startet die Baumaßnahme.

Mit der Wahl Franz Ehgartners zum Bürgermeister sollte das Thema Feuerwehrhaus Oberornau endlich zu einem Ende kommen. Schnell und unkompliziert hat sich der Gemeinderat voriges Jahr auf die Standortfrage verständigt und sein O.k. gegeben. Auf einem gemeindeeigenen Grundstück hinter der Kirche soll die Feuerwehr ein zeitgemäßes Gebäude erhalten. Alle Entscheidungen im Gremium sind einstimmig gefallen. Und dennoch verzögerte sich der Bau erneut.

Denn das Gelände hat zunächst noch einige Fragen zur Baugrunderkundung und Standsicherheit des angrenzenden Geländevorsprungs aufgeworfen. Ein Statikgutachten ist zu dem Schluss gekommen, dass die Neigung von zum Teil 70 Prozent zu steil und daher eine Absicherung der Böschung nötig ist. Außerdem muss der Baugrund gesichert werden. Der lehmige Boden wird mit Kies ersetzt.

Die Arbeiten seit Anfang der Woche sind der Startschuss für den Bau des Feuerwehrhauses in Oberornau. Eine bis zu fünf Meter hohe Steinschlichtung aus Jura-Steinen soll an der Hangböschung für die nötige Stabilität sorgen. Die Böschung soll somit abgeflacht werden. "Neben dem eigentlichen Zweck der Böschungssicherung bringt die Steinschlichtung im Dorfzentrum von Oberornau auch eine gestalterische Aufwertung des Ortsbildes mit sich", erklärt Bürgermeister Franz Ehgartner.

Die Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses haben sich durch diese Maßnahme um rund 88.000 Euro verteuert. Geld, das die Gemeinde ohnehin in die Hand hätte nehmen müssen. "In diesem Zustand war das Grundstück für andere uninteressant. Die Böschung musste auf jeden Fall abgesichert werden", erklärt Franz Ehgartner.

Etwa 14 Tage sollen die Bauarbeiten zur Böschungssicherung und zum Bodenausstausch dauern. Der Bürgermeister hofft, dass die Bauarbeiten zum Feuerwehrhaus noch im September beginnen und der Rohbau bis Ende des Jahres steht. Das setzt natürlich eine günstige Witterung voraus.

Die Gesamtkosten für das Feuerwehrhaus liegen bei etwa 550.000 Euro. Wie wichtig der Feuerwehr ein zeitgemäßer Standort ist, zeigt ihre Bereitschaft. "Sie haben fest zugesagt, sich mit 70.000 Euro an den Kosten zu beteiligen. Außerdem wollen sie auch noch Eigenleistung einbringen", sagt Franz Ehgartner. Dies zeige das Engagement und den Zusammenhalt innerhalb der Ortschaft Oberornau.

hi/Mühldorfer Anzeiger

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