"Ständig an der Leine: Quälerei!"

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Thomas Hodan übergibt mit den Unterschriften an Bürgermeister Hermann Dumbs die Forderung nach Neuregelung des Leinenzwangs.

Haag - Reizthema Leinenzwang: Nachdem das Thema erneut im Gemeinderat behandelt werden soll, übergab Thomas Hodan nun 200 Unterschriften contra Leine an den Bürgermeister.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der Wasserburger Zeitung:

"Ständig an der Leine Quälerei"

Rechtzeitig vor der erneuten Behandlung des Themas im Gemeinderat ging nun ein Gegenantrag zum neuen Haager Hundeleinenzwang ein: Thomas Hodan übergab Bürgermeister Hermann Dumbs 200 Unterschriften von Hundehaltern, die in Haag die Leine ablehnen.

"Den Hund ständig an der Leine zu halten ist Tierquälerei", findet Thomas Hodan. Er habe nichts dagegen, wenn die Leine für das Haager Zentrum gefordert werde. Mit Überreichen der Unterschriften wolle er den Gemeinderat jedoch dazu auffordern, den Leinenzwang für das gesamte Gemeindegebiet aufzuheben und nur auf das Zentrum zu beschränken. "Wo hat der Hund sonst noch artgerechten Lebensraum?"

Im November letzten Jahres befürwortete der Gemeinderat einen Antrag auf Anleinezwang. Er sollte generell für ganz Haag gelten ohne Ausnahmebereiche. Den Antrag hatte Andrea Simoneit mit 130 Unterschriften untermauert. Ihrer Meinung nach nimmt die Anzahl der Hunde von "verantwortungslosen Herrchen" immer mehr zu. Kinder seien von angriffslustigen Hunden schon angefallen worden. Zugleich müsse etwas gegen die "allgegenwärtige Verschmutzung" durch Hundekot unternommen werden.

Irgendwo sollten die Hunde auch einmal laufen dürfen, wurde dagegen generell gefordert. "Wer werde die neue Verordnung kontrollieren?" lautete die skeptische Frage von Bürgermeister Dumbs. Er lehnte es ab, einen "Überwacher für Hundeleinen" einzustellen.

Man einigte sich zum Gemeinderatsbeschluss im November 2009 mit zwölf gegen sechs Stimmen auf einen generellen Anleinezwang für ganz Haag, "soweit das rechtlich zulässig ist". Die Verordnung wurde allerdings noch nicht in Kraft gesetzt. Sie ging den Fraktionsmitgliedern des Gemeinderats zur Besprechung zu. Nun soll die "Hundehaltungsverordnung" am 16. März erneut auf die Tagesordnung einer öffentlichen Sitzung.

Der Jurist Dr. Wolfgang Weißmüller von der PWG hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass es allgemein gültige Richtlinien für die Leine nach Hundegröße gäbe. Darüber könne sich der Gemeinderat nicht hinwegsetzen. Ein "genereller Anleinezwang" sei gesetzlich nicht durchführbar.

"Bei uns muss immer alles geregelt sein", kritisierte Bürgermeister Dumbs bei der Unterschriftenübergabe. Die Fraktionen des Gemeinderats hätten sich bis jetzt noch nicht gemeldet und noch keine einzelnen Vorstellungen geäußert. Nun aber brauche die Gemeinde Klarheit: "Ich gehe davon aus, dass zur nächsten Sitzung eine endgültige Entscheidung von den Gemeinderäten getroffen wird."

xy (Wasserburger Zeitung)

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