Gars-Aschau bis Sommer gesperrt

+
Bei Daumoos östlich von Gars ist Anfang 2011 der Hang unterhalb der Staatsstraße großflächig abgerutscht. Für die Sanierung rechnet das Staatliche Bauamt Rosenheim mit Kosten von einer halben Million.

Gars - Nach dem Hangrutsch bei Daumoos gestaltet sich die Sanierung der Staatsstraße aufwendiger als zunächst angenommen. Bis Sommer bleibt die Straße von Gars nach Aschau gesperrt.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim gab nun Einzelheiten zur Dauer der Verkehrsbeschränkungen wegen zweier Hangrutschungen auf der Staatsstraße von Gars nach Aschau und zur Sanierung dieses Streckenabschnittes mit.

Anfang 2011 erfolgte nach einer Hangrutschung bei Daumoos östlich von Gars die Vollsperrung, nun ist auch die Straßendurchfahrt beim Hopfgartengraben zwischen Obereinöd und Mödling stark beschränkt: Nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht dürfen die durch Absperrungen erzeugte Engstelle mit Ampelregelung passieren, weshalb es auch hier nun für den Gütertransport und für den Linien- und Schülerverkehr Probleme und Umleitungsbedarf gibt.

Bauoberrat Frank Ruckdäschel vom Staatlichen Bauamt Rosenheim erläuterte, dass es geringfügigen Bewegungen an den Hanglagen oberhalb des Inns zwischen Gars und Aschau stets gegeben habe. Man habe aber erwartet, dass keine größeren Abbrüche stattfinden würden. Wohl aufgrund der Witterungseinflüsse sei es dann aber Anfang Januar "entgegen aller Erwartungen" zu den größeren Rutschungen gekommen.

Zwischenzeitlich sind im Auftrag des Staatlichen Bauamtes die Sanierungskonzepte für die Bereiche Daumoos und Hopfgartengraben erarbeitet. Diese würden, so Ruckdäschel weiter, derzeit mit den Trägern öffentlicher Belange wie Wasserwirtschaftsamt und Untere Naturschutzbehörde abgestimmt. Parallel dazu liefen bereits die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten.

Bevor die Straße bei Daumoos wieder für den Verkehr freigegeben werden könne, müsse der Straßenkörper durch einen neuen Straßendamm gesichert werden, der durch eine in das Erdreich verankerte Stützmauer ergänzt wird. Hinzu käme eine Entwässerung des Oberflächenwassers und des sogenannten "Schichtwassers" im Hang. Diese Entwässerung verhindere zukünftige Rutschungen.

In den Hopfgartengraben bei Obereinöd wird ein Verbau eingebracht, der eine Eintiefung im Bereich der Staatsstraße verhindert. Zudem werde an mehreren Stellen das Erdreich durch Kies ersetzt. In diesen "Kieskörpern", so der Bauoberrat, werde das Hangwasser künftig so abgeleitet, dass mit weiteren Hangverformungen nach Ansicht der beauftragten Geologen nicht zu rechnen sei.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim rechnet derzeit mit Sanierungskosten in Höhe von insgesamt rund 500000 Euro. Die Aufträge dazu werden im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergeben werden, die Arbeiten voraussichtlich im Sommer 2011 abgeschlossen sein.

Bis dahin, so Ruckdäschel abschließend, müsse die Staatsstraße bei Daumoos für den öffentlichen Verkehr und auch den Fußgängerverkehr gesperrt bleiben. Im Bereich des Hopfgartengrabens werde im Frühjahr, sobald mit Frosteinwirkungen nicht mehr zu rechnen sei, die Gefährdungsbeurteilung überprüft und die Verkehrsbeschränkung entsprechend angepasst werden.

ba/Wasserburger Zeitung

Zurück zur Übersicht: Haager Land

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser