Brücken bereiten Sorgen

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Eine Brücke dieser Bauart mit Holzbohlen-Beplankung ist wohl nur noch selten anzutreffen. Der Garser Bauausschuss sieht für die Erneuerung der Brücke über den Urtlgraben deshalb auch eine Ausführung in Stahlbeton vor.

Gars - Zu mehreren Wegen und Brücken tagte der Bau- und Umweltausschuss des Marktes Gars und nahm die Objekte auch vor Ort unter die Lupe. Schwierig wird es bei der Finanzierung.

Dringend erneuerungsbedürftig ist die Brücke über den Gasteiger Graben im Zuge der Gemeindeverbindungsstraße Haag-Gasteig. Für eine Sanierung oder Neuerstellung stünden aber derzeit keine Haushaltsmittel zur Verfügung, erläuterte Bürgermeister Norbert Strahllechner.

Der Ausschuss beschloss eine Überprüfung, ob die Voraussetzungen für eine Widmung als Gemeindeverbindungsstraße überhaupt noch vorliegen, da die Route sehr wenig frequentiert sei. Außerdem lässt man von der Verwaltung Angebote für die Errichtung eines Wellblechdurchlasses oder von Betonrohren als Brückenersatz einholen sowie die Höhe des anteiligen Straßenunterhaltungszuschusses ermitteln. Sofort angeordnet wird eine Gewichtsbeschränkung für die bestehende Brücke.

Bereits eingeholt wurden Angebote für die Erneuerung der Brücke über den Urtlgraben im Verlauf des von der Straße "Am Urtlgraben" abzweigenden Weges nach Kerschbaum. Im Zuge des Gewässer-Ausbaues war die Brücke vor vielen Jahren mit Betonträgern und Holzbeplankung erstellt worden, sie wird als Zufahrt zum Parkplatz des Anglerbundes genutzt. Im Oktober 2010 wurde der Weg nach Kerschbaum als beschränkt-öffentlich und in der Sonderbaulast des Marktes Gars stehend gewidmet. Der Bau- und Umweltausschuss beauftragte die Verwaltung mit der Einholung eines weiteren Angebotes für eine Ausführung als Stahlbetonbrücke.

Thema war auch die Wiederherstellung des Fußweges nach Kerschbaum am Urtlgrabenhang. Es hatte Rutschungen gegeben, die auch durch die Verlegung von Kabeln entstanden sind. Deshalb beteiligt sich die Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH an den Wiederherstellungskosten in Höhe von 30 000 Euro mit einem Betrag von 10 000 Euro. Der Anglerbund Isaria aus München steuert 8000 Euro bei.

Die Verbund Innkraftwerke GmbH baut östlich der Innwerksiedlung einen Betriebsweg zum Fluss. Der Bau- und Umweltausschuss war einverstanden und schlägt die Beschilderung "Verbot für Fahrzeuge aller Art - Betriebs- und Versorgungsdienst frei / land- und forstwirtschaftlicher Verkehr frei" sowie den Hinweis "Kein Winterdienst" vor.

Nicht stattgegeben hat der Bau- und Umweltausschuss dem Antrag auf die Aufstellung zusätzlicher Kleidercontainer für das Bayerische Rote Kreuz. Außerdem wurde der Antrag auf Errichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches in der Seitenstraße "Untere Weinleite" in Gars abgelehnt. Sie wird nur von den dortigen Anliegern befahren. Im Ortsteil Grub wird aufgrund verschiedener Vorkommnisse jetzt auf Antrag eine Beschilderung "Sackstraße ohne Wendemöglichkeit" aufgestellt.

ba/Wasserburger Zeitung

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