Vom sonnigen Palma ins kalte Bayern

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Die Haager Schüler stellen schon erste Vorplanungen für einen Gegenbesuch auf Mallorca an.

Haag - Für zehn Tage waren Schüler aus Mallorca zu Gast an der Haager Realschule und hatten vor allem mit der ungewohnten Kälte zu kämpfen.

Zu schaffen macht ihnen nicht die fremde Sprache, auch mit den andersartigen Lebensgewohnheiten kommen sie gut zurecht. Ein echtes Problem ist aber die Kälte der letzten Woche für die 23 mallorquinischen Schülerinnen und Schüler, die in diesen Tagen mit ihren beiden Begleitlehrkräften an der Realschule Haag zu Besuch sind.

Der zehntägige Austausch findet im Rahmen eines bilateralen Comenius-Projektes statt, das von der EU getragen wird. Jugendliche der Länder Europas sollen sich e näher kennen lernen durch gegenseitige Besuche, aber auch durch gemeinsames Arbeiten. So lautet der Titel für die Unternehmung "Bayerische und mallorquinische Lebensart in Brauchtum und Sprache". Die Ergebnisse legen die Schulen in Bälde nicht nur in Brüssel vor, sondern sie veröffentlichen sie auch auf der jeweiligen Homepage. Zudem wird im nächsten Jahr ein Kalender in Druck gehen, in dem die jungen Leute nicht nur die Eigenheiten ihrer Länder präsentieren, sondern sie auch mehrsprachig, bis hin zu den Dialekten, beschreiben.

Die Projektarbeit in der Schule nimmt breiten Raum ein, doch das persönliche Erlebnis gehört ganz wesentlich mit zum Programm. Zum einen erfahren die Spanier in den bayerischen Gastfamilien den Alltag, zum anderen sind auch entsprechende sportliche oder kulturelle Highlights eingeplant. Kegeln gehört dabei ebenso dazu wie Schneewandern und Rodeln in den Bergen. Den Besuch im Schloss Herrenchiemsee ergänzt die Stadtführung in München, und dabei darf das Shoppen nicht zu kurz kommen.

Riesigen Spaß hatten die Mallorquiner in den vergangenen Tagen, als es an den bayerischen Volkstanz ging. Beim Hirtamadl oder beim Sternpolka offenbarte sich einmal mehr, dass Musik und Tanz keine Grenzen kennen.

Etwas Besonderes für die Gäste waren die schulischen Adventskonzerte und der Christkindlmarkt, Vergleichbares gibt es auf der heimatlichen Insel nicht.

Und sonst? Da ist davon zu reden, dass sich Jugendliche aus verschiedenen Ländern, obwohl sie verschiedene Muttersprachen besitzen, ausgezeichnet verstehen und inzwischen enge Freundschaften geknüpft haben. Und das liegt nicht nur darin begründet, dass sie in der Schule Englisch und die Sprache des jeweils anderen lernen, sondern vielmehr daran, dass sie einander kennen und schätzen gelernt haben. Von daher verwundert es nicht, dass die Haager Schüler schon erste Vorplanungen für den Gegenbesuch im März anstellen.

Wasserburger Zeitung

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