Schlossturm nicht "verrotten" lassen

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Mit einer Bausteinaktion könnte sich die Landkreisbevölkerung an der Sanierung des Haager Schlossturmes beteiligen, so die Idee des Waldkraiburgers Peter Eschenfelder.

Waldkraiburg/Haag - Der Freistaat will den Haager Schlossturm verkaufen - eine anderslautende Petition der Gemeinde wurde abgelehnt. Das gefällt Peter Eschenfelder gar nicht.

"Wenn das Land keinen Bedarf sieht - wir Landkreis-Bürger sehen einen."

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Der Waldkraiburger kritisiert den Freistaat und schlägt vor, der "Förderverein Burg Haag" könnte eine Bausteinaktion für den Turm ins Leben rufen. Ähnlich wie sie für die Frauenkirche in Dresden durchgeführt wurde. So könnte die Gemeinde Haag, sollte sie den Turm selbst erwerben und sanieren, Unterstützung aus der Mitte der Bevölkerung erfahren.

Bei einer Bausteinaktion kann jeder Bürger für einen Spendenbetrag einen symbolischen Baustein erwerben. Die Namen der Gönner erscheinen dann auf einer Andenkentafel. So könnten sich auch Firmen angesprochen fühlen.

Der Turm gehört dem Freistaat und ist wegen Baufälligkeit seit 2005 gesperrt. Bis zu 1,5 Millionen Euro soll eine Sanierung kosten. Das Landesamt für Denkmalschutz könnte Zuschüsse in Höhe von 650.000 Euro in Aussicht stellen - auch Zuwendungen aus anderen Töpfen sind noch möglich.

Für Peter Eschenfelder ist der Turm in Haag ein Wahrzeichen des Landkreises Mühldorf, der jeden grüßt, der nach Rosenheim oder München auf der B12 fahre.

Peter Eschenfelder

"Als ich den Artikel las, kam mir die Wut hoch. Es wäre schade, den Turm vergammeln oder verrotten zu lassen." Mit einer Bausteinaktion könnten Mühldorf und der Landkreis ein Zeichen setzen, dass Haag dazu gehört. "Ich würde mich beteiligen", so der 71-Jährige über den Versuch, das "erhaltenswerte Denkmal" zu bewahren - ähnlich wie Mühldorf Haber- und Kornkasten bewahre. Einzige Bedingung: Der sanierte Haager Schlossturm sollte dann für die Öffentlichkeit zugänglich sein und zu einer kulturellen Stätte zu werden.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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