Vom Schlossturm bis zum Maibaum

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Haag - Mehr Unterstützung von den Haager Bürgern wünschte Bürgermeister Hermann Dumbs als Vorsitzender des "Kulturvereins" bei der Hauptversammlung.

Eine ganze Reihe von Veranstaltungen befindet sich unter Regie des "Vereins zur Förderung von Kultur und Brauchtum im Haager Land". Von manchen Aktionen trennte man sich auch auf Grund organisatorischer oder finanzieller Überlegungen, wie das beim Rosenberger Straßenfest und Herbstfest der Fall war.

Im seinem Rechenschaftsbericht hob Vorsitzender Hermann Dumbs den jährlichen Neujahrsempfang hervor, der heuer mehr Besucher verzeichnet habe. Die Veranstaltung komme besonders bei Neubürgern gut an, die dabei die Gelegenheit nutzten, die Haager kennen zu lernen.

Zu einem Renner mit "Tausenden von Besuchern" wurde nach Dumbs das Haager Straßenfest: "Man müsste einmal eine Zählung machen." Neben den Geschäftsleuten des Werberings "Haag aktiv" hätten sich im vorigen Jahr neun Vereine beteiligt, die am Ende alle ausverkauft gewesen seien. Auf den Kulturverein entfalle die Finanzierung der Musik. Keinen Grund zur Klage hätten die Beteiligten über die Standgebühren. Die fielen anderswo höher aus.

Für den Christkindlmarkt sind, so Dumbs, die ersten Anmeldungen schon wieder eingegangen. Die Veranstaltung habe unter dem Einsatz der Organisatorin Gabi Friedl und Sponsorin Renate Klinger gute Fortschritte gemacht. Da "Haag aktiv" den Adventskalender am Rathaus abgegeben habe, liege eine Anfrage zur Ausweitung und Verlängerung des Christkindlmarktes vor. Mehr als 40 Stände seien aber nach Bürgermeister Hermann Dumbs nicht möglich. Auf dem Marktplatz sollen auch Fluchtwege freigehalten werden. Die Woche über wollten die Bürger hier parken.

Lob gab es für Ehrenvorsitzenden Erwin Kohl, der das Maibaumaufstellen wieder reibungslos organisiert habe. Diesmal aber hatten nach Zweitem "Kultur"-Vorstand Hans Kürzeder auch andere "hineingschaftelt". Vorstand Dumbs bestätigte, dass das Maibaumstehlen heute nicht immer auf Brauchtum gegründet sei. Vielen "Dieben" gehe es nur um Essen und Trinken. Sein Dank galt Ludwig Hartl für das Herrichten der Figuren. Das Holz, das 1991 für die Figuren des ersten Maibaums angeschafft worden war, habe sich gut gehalten und sei immer noch "pfenniggut", obwohl man Kritik wegen Verwenden von "Tropenholz" einstecken habe müssen.

Kassiererin Brigitte Greipel verbuchte ein "kleines, feines Guthaben", obwohl der Verein bei drei Veranstaltungen im Minusbereich gelegen war. Kassenprüfer Leonhard Schinhammer bestätigte ordnungsgemäße Finanzführung.

Bei der Diskussion kamen kritische Stimmen zu den hohen Ausgaben für eine Bibliothek im Zehentstadel auf. Einen breiten Raum nahm die Zukunft des Haager Schlossturms ein. Vorsitzender Hermann Dumbs berichtete von einer aktuellen Kostenschätzung. So käme die Renovierung auf 1,3 Millionen Euro. Die Zuschüsse würden noch ausgerechnet. Er schlage vor, die Regierung solle den Turm sanieren und dann Haag übergeben oder symbolisch verkaufen. Renovierungen stünden nämlich immer an, alle zehn bis 15 Jahre größere, so aktuell die Schlossmauer.

Die Gemeinde muss nach Dumbs den Turm auf alle Fälle kaufen: "Der gehört zu Haag." Damit verbinde man Heimat. Die Gemeinden des Umlandes hätten eine Mitfinanzierung abgelehnt. Eine neue Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung biete sich eventuell mit dem aktuellen Förderprogramm "Lebensader B12".

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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