Dreharbeiten brachten Tragödie ans Licht

Gülle-Wahnsinn: Tausende seltene Fische finden den Tod

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Tausende tote Mühlkoppen liegen im flachen Wasser. Niemand weiß, wie die bislang beste Population weit und breit das verkraften wird.
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St. Wolfgang - Ursprünglich wollten Naturfilmer einen Beitrag über das Leben und Laichen der seltenen Mühlkoppen drehen. Doch plötzlich wurden sie Zeugen eines massiven Massensterbens der Fische. 

Der Rimbach fließt durch die Landkreise Erding und Mühldorf. Eine Produktionsfirma aus Dorfen hatte den Auftrag, einen Film über den Lebensraum der seltenen Mühlkoppen im Rimbach zu drehen. Die Dreharbeiten haben jedoch ein entsetzliches Ende erfahren: Aus einer Grube eines landwirtschaftlichen Anwesens lief Gülle in eine Entwässerungsleitung und verschmutzte den nahe gelegenen Rimbach, wie die Polizei Dorfen in einer Pressemitteilung erklärte.

Das dreckige Wasser wurde zwar bis zum Abend wieder abgepumpt, doch für die empfindlichen Fische kam jede Hilfe zu spät. Hunderte oder vielleicht sogar tausende der geschützten Mühlkoppen verendeten auf grausame Art und Weise in einem Fluss aus Exkrementen. Auch viele Bachforellen sind tot. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.

Der Vorfall wurde auch dem Landratsamt Erding gemeldet, das Amt möchte sich aber nicht zu dem Vorfall äußern - aufgrund der laufenden Ermittlungen.

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