Rutschender Hang wieder stabil

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Mit tief in den Hang getriebenen Ankern gelang es, den Hang zu stabilisieren, bei Obereinöd werden 18 Meter tiefe Bohrungen mit Beton ausgefüllt.

Gars - Seit fast einem Jahr ist nach dem Hangrutsch die Staatsstraße von Gars nach Aschau gesperrt. Nun besteht Hoffnung, dass bei Daumoos die Straße bis Weihnachten zumindest halbseitig freigegeben werden kann.

Auf vollen Touren läuft zurzeit die Sanierung der Staatsstraße zwischen Gars und Aschau. Die Vollsperrung nach dem Hangrutsch bei Daumoos jährt sich im Januar 2012. Die dortigen Arbeiten zum Neuaufbau des Hanges stellte man im September ein, weil keine Stabilität erreicht wurde.

Bei Obereinöd begann nach dem letzten Winter seitwärts der vor Jahren neu gebauten und 18 Meter tief gegründeten stabilen Brücke über den dortigen Graben ebenfalls das Gelände zu rutschen. Das Staatliche Bauamt Rosenheim verengte die Straße und beschränkte den Verkehr auf 3,5 Tonnen.

Seit Anfang des Jahres wird der rege Verkehr auf dieser wichtigen Verbindung nördlich des Inns zwischen Gars und Au nun über Höfen auf Gemeindestraßen umgeleitet. Zwischen Au und Aschau müssen sich größere Fahrzeuge nach der Beschränkung einen Umweg über Biburg und die sogenannte Traumstraße nach Aschau suchen. Betroffen ist auch der gesamte Schulbus- und Linienverkehr.

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Nun besteht Hoffnung auf ein Ende dieser schwierigen Verhältnisse. Das Staatliche Bauamt lässt zurzeit mit Hochdruck an beiden Baustellen arbeiten: In Daumoos wird der Hang mit tief in den Berg getriebenen Ankern befestigt. Diese Anker sitzen bereits alle an Ort und Stelle, die gewünschte Stabilität ist erreicht. Nach Informationen von Christian Reichl vom Staatlichen Bauamt kann die Stelle bei Daumoos bis Weihnachten zumindest halbseitig wieder freigegeben werden, "solange das Wetter weiterhin mitspielt". An der Baustelle herrscht schon seit einigen Wochen wieder Hochbetrieb. Die Kosten der Sanierung der Straße bei Daumoos betragen um die 300.000 Euro.

In Obereinöd führt die an der nahen Kraftwerksbaustelle am Inn beschäftigte bekannte Firma Max Bögl aus Neumarkt Oberpfalz (sie errichtete auch die neue Garser Innbrücke) mit schwerem Spezialgerät 18 Meter tiefe Bohrungen aus, die mit Beton ausgefüllt werden. Der Beton wird teilweise mit Abflussmöglichkeiten ausgestattet, um einen Hangwasserstau zu vermeiden.

ba/lst/Wasserburger Zeitung

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