Endlich hat der Lärm ein Ende

"Albaching ist einfach glücklich" - Ortsumfahrung offiziell freigegeben

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Zur symbolischen Freigabe gehört das Durchschneiden eines Bandes: (von links) Josef Hogger (Inhaber der ausführenden Baufirma), Gerhard Kippes (Abteilungsleiter Hoch- und Tiefbau im Landratsamt Rosenheim), Bürgermeister Franz Xaver Sanftl, Landtagsabgeordneter Otto Lederer, die stellvertretenden Landräte Dieter Kannengießer und Josef Huber, Bezirksrat Sebastian Friesinger, Werner Weyerer (Regierung von Oberbayern) und Georg Schollerer (Büro Roplan)

Rosenheim - Seit den 1990er Jahren bemühte sich die Gemeinde um eine Ortsumfahrung für Albaching. Am Freitag, den 5. Juli, war es endlich soweit und die Kreisstraße RO42 wurde für den Verkehr freigegeben.

Pressemeldung im Wortlaut: 

In der Ortsmitte von Albaching ist es deutlich ruhiger geworden. Das liegt an der neuen 2,4 Kilometer langen Ortsumfahrung, die der Landkreis Rosenheim baute. Am Freitag, den 5. Juli wurde der Neubauabschnitt der Kreisstraße RO42 offiziell für den Verkehr freigegeben. 

Von Albachings katholischem Pfarrer Josef Huber und der evangelischen Pfarrerin Cordula Zellfelder gab es zudem den kirchlichen Segen. „Albaching ist einfach glücklich“, sagte Bürgermeister Franz Xaver Sanftl in seiner Begrüßung. „Es war ein langer Weg und er ist zu Ende. Das ist ein freudiges Ereignis für die Gemeinde.“ 

Sanftl bedankte sich bei allen am Baubeteiligten. Ebenso wie der stellvertretende Landrat Josef Huber lobte er insbesondere die Grundstückseigentümer für ihre Bereitschaft, Grundstücke zu verkaufen bzw. zu tauschen. „Die Straße hat viele Väter, einige sind schon Großväter, so lange hat es gedauert“, meinte Huber. 

Bemerkenswert fand der stellvertretende Landrat die Tatsache, dass der Bebauungsplan ohne Klage umgesetzt werden konnte. Vier Millionen Euro kostete die Baumaßname, die der Staat mit 1,8 Millionen Euro bezuschusste. 

Die überwiegende Mehrheit der Albachinger profitiert von der neuen Ortsumfahrung, darin waren sich Bürgermeister und stellvertretender Landrat einig. Statt knapp 3.000 Autos und Lastwagen in 24 Stunden werden in der Ortsmitte aktuell noch rund 200 Fahrzeuge gezählt. 

Die neue Umgehungsstraße, die nördlich an der Gemeinde vorbeiführt, ist 2,4 Kilometer lang und sieben Meter breit. Im Zuge der Baumaßnahme verwirklichte der Landkreis zudem zwei Kreisverkehre mit je 40 Meter Durchmesser, eine Brücke über den Nasenbach mit einer Spannweite von 6,60 Meter, eine 40 Meter lange Lärmschutzwand sowie Sichtschutzwälle, die sich auf eine Länge von etwa einem Kilometer summieren. 

Bei den Bauarbeiten wurden 41.000 Kubikmeter Boden bewegt, 23.000 Kubikmeter Kies und Schotter eingebaut und 25.000 Kubikmeter Asphalt benötigt. 

Seit den 1990er Jahren bemühten sich die Verantwortlichen in der Gemeinde um die Ortsumgehung. Die notwendigen Grundstücke auch für die Ausgleichsflächen sicherten sie sich im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens im Jahr 2006. Das Bauleitverfahren unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurde 2014 eingeleitet. 

Vor beinahe zwei Jahren, am 20. Juli 2017, beschloss der Kreisausschuss die Baumaßnahme. Nach Abschluss der Planungen sowie der Ausschreibung begannen die Bauarbeiten im März 2018. Abgeschlossen wurden sie im Juni 2019.

Pressemeldung des Landratsamtes Rosenheim

Quelle: wasserburg24.de

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