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500 Tage Bürgermeister (Teil 5)

Franz Stein aus Reichertsheim: „Auf den Zusammenhalt kommt es an“

„Corona war sehr herausfordernd, insbesondere zu Beginn meiner Amtszeit“, beschreibt Franz Stein, Bürgermeister von Reichertsheim. Unser Bild zeigt ihn beim Einzug ins neue Rathaus nach dem Abschluss der Bauarbeiten.
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„Corona war sehr herausfordernd, insbesondere zu Beginn meiner Amtszeit“, beschreibt Franz Stein, Bürgermeister von Reichertsheim. Unser Bild zeigt ihn beim Einzug ins neue Rathaus nach dem Abschluss der Bauarbeiten.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Reichertsheim – Seit der Kommunalwahl 2020 sind im Altlandkreis Wasserburg 13 neue Bürgermeister in Amt und Würden.

Unsere Heimatzeitung fragte nach, wie die ersten 500 Tage ihrer Amtszeit verlaufen sind. Lesen Sie heute die Antworten von Franz Stein (Einigkeit Ramsau), Bürgermeister von Reichertsheim.

Wie hat Corona in den ersten 500 Tagen Ihrer Amtszeit mitregiert?

Franz Stein: Corona war sehr herausfordernd, insbesondere zu Beginn meiner Amtszeit. Meine erste Ansprache habe ich im Eingangsbereich vom Rathaus abgehalten. Und wenn ich erst an die ganzen Vorschriften, an die ganzen Konzepte denke, die man durchsetzen musste!

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Die bayerische Staatsregierung hat da aus meiner Sicht eher zu viele Bestimmungen und Verordnungen herausgegeben, und die Schreiben waren in der Regel zu lang. Insgesamt ist die Umsetzung aber sehr vernünftig abgelaufen. Ich hab‘ hier ja auch keine Querdenker.

Endlich kann es weitergehen mit der Dorferneuerung – ein schwieriges Thema vor allem beim Punkt Dorfsaal. Wie gehen Sie das Projekt jetzt an?

Stein: Ende August haben wir den Vorstand für das Gremium zur Dorferneuerung – also die Teilnehmergemeinschaft – neu gewählt. Jetzt können wir mit neuem Elan an das Thema gehen, am 14. Oktober soll ein Treffen stattfinden. Dabei wird der alte Vorstand darstellen, was bisher alles gemacht wurde – also welche Vorschläge umgesetzt wurden und welche nicht und wo die Probleme lagen.

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Erst dann können wir daran gehen, die neuen Themen inhaltlich festzulegen. Welche das sind, kann ich noch nicht sagen, denn ich will das gemeinsam mit dem Vorstand erörtern. Der Dorfsaal ist dabei ein wichtiges Thema von mehreren. Ich will jedenfalls versuchen, dass man das ganze Dorf mit einbindet. In welcher Form das geschieht, müssen wir noch entscheiden.

Wie kommen Sie beim Thema „Schaffung von Wohnraum“ voran?

Stein: Dazu muss man wissen, dass die Gemeinde zergliedert ist. Es gibt zwei Hauptorte, Ramsau und Reichertsheim, sowie zwei kleinere Orte, Thambach und Riedbach. Dazu kommen viele Einödhöfe. Deshalb haben wir es nicht so einfach wie andere Gemeinden, wo es einen Dorfkern gibt, um den herum entwickelt wird. Generell muss man feststellen, dass es schwieriger wird, auf dem Land zu bauen, weil man den Flächenbedarf begrenzen will. Grundsätzlich geht es darum zu versuchen, ein gesundes, kontinuierliches Wachstum zu erreichen.

Welche konkreten Pläne gibt es?

Stein: In Reichertsheim und Riedbach scheint sich bezüglich der Grundstücksverhältnisse etwas zu bewegen, dass man Grundstücke also wird kaufen können. In Ramsau gibt es einen bestehenden Bebauungsplan für das Wohngebiet Schmiedanger, den muss man den Gegebenheiten anpassen. Baureif wird das Projekt in ein, zwei Jahren sein.

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In Thambach haben wir schon Vorkehrungen mit der Regierung von Oberbayern getroffen, aber die uns hat in einem Schreiben deutlich gemacht, was alles nicht geht. Und was den Gewerbegrund angeht: Da sind wir noch am Suchen, wir sind noch nicht so richtig vorangekommen, um ehrlich zu sein. Der Grund sollte ja möglichst eben und flach sein.

Worauf freuen Sie sich morgens, wenn Sie ins Rathaus gehen?

Stein: Der Neubau ist wunderbar gelungen, ich habe ein schönes Bürgermeisterzimmer bekommen, alle Mitarbeiter haben Einzelzimmer. Ein Einweihungsfest hat es aber noch nicht gegeben, den Termin habe ich auf Ende Mai 2022 verschoben. Ich freue mich immer auf die Begrüßung meiner Mitarbeiter, mit denen ich in der Früh die Arbeit beginne. Ich frage sie, was gut läuft und was nicht. Und auch mit den Bürgermeister-Kollegen der umliegenden Gemeinden gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit.

Wenn Sie einen Wunsch für Ihre Gemeinde frei hätten, dann …

Stein :... hätte ich gerne, dass wir alle in unserer Gemeinde auf der Basis von christlich-sozialen Werten – Vertrauen, Respekt, Toleranz – ein gemeinschaftliches, freundliches, offenes Miteinander pflegen und die verschiedenen Herausforderungen gemeinsam im Sinne einer optimalen Lösung angehen. Es ist wichtig, dass ein Zusammenhalt gegeben ist.

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