Rechtmehring - Rückblick und Zukunft

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Sautrogrennen - Einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres

Rechtmehring -Zukunftsweisende Investitionen hat die Gemeinde im vergangenen Jahr beschlossen und bereits getätigt, die im laufenden Jahr noch umgesetzt werden. Doch es gab noch mehr Höhepunkte.

Bereits seit November in Betrieb ist die Kinderkrippe am Stechlring. Mit einem filigranen Glasgang ist die Krippe am denkmalgeschützten Kindergarten angebaut. Man hat sich für einen eingeschossigen Anbau mit angrenzendem 70 Quadratmeter-Mehrzweckraum entschieden. Dieser wird auch von den Kindergartenkindern mitgenutzt und erfüllt damit den Wunsch nach einem geeigneten Turnraum für den Kindergarten. Gegenwärtig besuchen elf Kinder im Alter bis zu drei Jahren die Krippe, im Februar sind vier weitere Kinder angemeldet. Sie werden betreut von einer Vollzeit-Kinderpflegerin und zwei erfahrenen Teilzeit-Erzieherinnen, die sich eine Stelle teilen. Da die Krippe für zwölf Kinder ausgelegt ist und nicht jedes Kind „Vollzeit“ anwesend ist, können noch weitere Kinder aufgenommen werden. Die Beiträge sind moderat und betragen je nach Buchungszeit zwischen 120 und 160 Euro im Monat.
Die Mindestbuchungszeit beträgt aus pädagogischen und auch organisatorischen Gründen zwei Tage bzw. elf Stunden je Woche. Geöffnet ist die Krippe morgens ab 7.30 Uhr und nachmittags von Montag bis Mittwoch bis 16 Uhr. Donnerstags und freitags ist um 13.30 Uhr Schluss. Die gesamte Einrichtung steht unter kirchlicher Trägerschaft und heißt jetzt offiziell Kindertagesstätte. Diese besteht neben der Kinderkrippe aus dem seit über 20 Jahren betriebenen Kindergarten und dem Hort, der die Mittagsbetreuung für die Grundschule abdeckt. Das bedeutet, dass die bisherige Leiterin des Kindergartens jetzt die Gesamtleitung der Einrichtung inne hat.

Krippenplätze

Die Gemeinde ist damit dem gesetzlichen Auftrag in Bezug auf die Bereitstellung von Krippenplätzen ab dem Jahr 2013 bereits jetzt nachgekommen. Etwa 550.000 EURO hat das gesamte Projekt gekostet, davon hat die Gemeinde als Eigenanteil etwa 150.000 EURO zu tragen. Das zu erwartende Defizit für den laufenden Betrieb werden sich Pfarrei und politische Gemeinde teilen.

Biomasseheizung Rechtmehring

Geheizt wird die gesamte Kindertagesstätte von der bereits Ende 2009 in Betrieb genommenen Hackschnitzelheizung, die im Herbst 2010 offiziell eingeweiht wurde. Damit werden auch Grundschule mit Turnhalle, Pfarrheim und Pfarrhaus, sowie das Rathaus mit Feuerwehrhaus beheizt. Bürgermeister Linner nannte ökonomische und ökologische Gründe für den Bau dieser Anlage.

Eine weitere Zukunft weisende Entscheidung hat der Gemeinderat trotz leicht angespannter Haushaltslage im November gefällt. Weite Teile des Gemeindegebietes werden mit einer 16 MBit/s-DSL-Leitung versorgt. Von der überregionalen Hauptleitung an der Kreisstraße bei Schreiern wird über Steinweg, Hart und Freimehring nach Rechtmehring ein Glasfaserkabel neu verlegt. Von den Knotenpunkten einlang der Strecke erfolgt dann die Verzweigung über die bestehenden Leitungen in die einzelnen Haushalte. Laut Expertenmeinung haben von den einzelnen Knotenpunkten die Anlieger bis zu einer Entfernung über drei Kilometer Vorteile von diesem Hochleistungsnetz. Die Telekom als Betreiber dieser Technik hat gegenüber der Gemeinde eine Deckungslücke von 177.000 EURO ausgewiesen. Nach Abzug von 100.000 Euro Zuschuss kostet der Bau der Gemeinde noch ca. 77.000 Euro. Die Fertigstellung ist für Dezember 2011 zugesagt.

An Straßenbaumaßnahmen wurde die Sanierung der Straße von Blümöd nach Fischberg durchgeführt. Die Spritzdecke mit den erforderlichen Vorarbeiten hat die Gemeinde 60.000 Euro gekostet. Für heuer ist die Hoferschließung nach Haunolden geplant, wo gegenwärtig ein Flurneuordnungsverfahren durchgeführt wird. Auch der Ausbau der Straße von Brunntal nach Fachenliehen ist beabsichtigt. Sehr schlecht sieht es dagegen mit dem bereits für 2010 durch Landrat Huber zugesagten Kreisverkehr an der Kreuzung zwischen Rechtmehring und Freimehring aus. Es passieren letztlich zu wenige Unfälle, deswegen wird dies - angeblich vom Straßenbauamt - nicht priorisiert. Die Folge davon ist, dass im Landkreishaushalt für 2011 keine finanziellen Mittel hierfür vorgesehen sind.

Die über 1000 Wasser- und Kanaldeckel im Gemeindegebiet sollen digitalisiert werden. Das bedeutet, diese werden vermessen und können damit zentimetergenau von den Gemeindearbeitern mit moderner Technik lokalisiert werden. Das wird so um die 30.000 Euro kosten, so Bürgermeister Linner.

Der langjährige, engagierte Gemeindearbeiter und Wasserexperte Erwin Wimmer wird Ende 2011 in Altersteilzeit gehen. Dafür sucht die Gemeinde bereits in den nächsten Monaten wieder eine Vollzeitkraft als Ersatz.

Beim Gewerbegebiet am Kornfeld wird die bestehende Straße zu einem Ring geschlossen. Neben Kfz-Betrieben soll hier durch die Fa. Wimmer ein Getränkemarkt und durch die Bäckerei Daumoser eine Bäckerei mit Produktion und Verkauf entstehen. Welche Auswirkungen dies auf die Kaufkraft im Ortszentrum hat, bleibt abzuwarten. Die Meinungen dazu gehen hier stark auseinander. Ein Gewerbegrundstück mit 1600 Quadratmeter ist noch frei verkäuflich. Positiv steht die Gemeinde einer weiteren Ausweitung des Gewerbegebietes nach Südwesten Richtung Freimehring gegenüber.

Die Stiftung Attl wird eine Förderstätte in einer ehemaligen Werkstatt einrichten. Für 16 Behinderte wird dies nun der tägliche „Arbeitsplatz“, zu dem sie morgens gebracht und abends wieder abgeholt werden.

In diesem Jahr gibt es wieder ein Theater im Pfarrheim. „Da blaue Krug“ von Peter Landsdorfer wird an den beiden kommenden Wochenenden von der Theatergruppe gespielt. Dabei geht es um den Abriss einer kleinen Dorfkirche, gegen den sich die Dorfbewohner mit eigenen Mitteln zur Wehr setzen. Beim Bau der Hackschnitzelheizung erhielt die Theatergruppe einen eigenen Requisitenraum, der vom Pfarrheim aus zugänglich ist und den die Theatergruppe in Eigenleistung ausgebaut hat.

Das Jahr 2012 wirft mit dem Jubiläum zweier Vereine bereits seine Schatten voraus. Einer der ältesten Vereine der Umgebung, die Krieger- und Soldatenkameradschaft Rechtmehring wurde 1837 gegründet und feiert sein 175jähriges Bestehen. Der Burschenverein Rechtmehring, 1922 gegründet, wurde nach dem 2. Weltkrieg neu belebt und ging mit der Aufnahme von Mädchen Ende der 60er Jahre in die katholische Landjugend über. Vor einigen Jahren erfolgte eine erneute Wiederbelebung und so wird das 90jährige Bestehen gemeinsam mit den „Veteranen“ an zwei Wochenenden Ende Juni 2012 gefeiert.

Sautrogrennen

Einer der Höhepunkte im gesellschaftlichen Leben des vergangenen Jahres in Rechtmehring war Ende Juli das Sautrogrennen der Korbiniansschützen. Insgesamt 24 Mannschaften wetteiferten bei idealem Wetter um die beste Platzierung. Dabei stand zumindest für die zahlreichen Gäste verständlicherweise Spaß und Gaudi mehr im Vordergrund als der eigentliche Wettkampf.

Pressemitteilung Gemeinde Rechtmehring

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