Gute Nachrichten für Rechtmehring, aber schlechte für Unterreit

Warum die Entschärfung der Unfallkreuzung früher kommen könnte

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Immer wieder, wie hier im Oktober, kracht es bei Rechtmehring.
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Rechtmehring/Unterreit - Des einen Freud, des anderen Leid: Die Rechtmehringer könnten früher, als gedacht einen Kreisverkehr, der den Unfallschwerpunkt an der Kreuzung von MÜ32 und MÜ43 entschärfen soll bekommen. Das wird allerdings dadurch möglich, das andernorts ein Straßenausbau noch nicht möglich ist.

Der Bauausschuss des Kreistags sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, dass der Umbau der unfallträchtigen Kreuzung von MÜ32 und MÜ43 im Gemeindebereich von Rechtmehring vorgezogen im Jahr 2019 realisiert werden soll. Die Deckung der Gesamtkosten in Höhe von 650.000 Euro erfolgt durch die im Haushaltsjahr 2019 nicht benötigten Mittel für den Vollausbau der Kreisstraße MÜ44 bei Unterreit. 

An der Kreuzung ereignen sich immer wieder schwere Unfälle. Auch aus Sicht der Gemeinde hat sie sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt. Zwar waren in Absprache mit Polizei und Verkehrsbehörden eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt worden, um die Kreuzung sicherer zu machen, doch diese zeigten insgesamt keinen Erfolg.

Sogar eine Art Bürgerinitiative hat sich schon gegründet. "Ein Kreisverkehr ist unser Ziel", erklärte Thomas Spiegelmeier gegenüber innsalzach24.de. "Dann gibt es vielleicht immer noch Unfälle, aber vielleicht nicht mehr so viele." Er hatte im Oktober beschlossen, aktiv zu werden, Kontakt mit dem Bürgermeister und der Verwaltung aufgenommen und eine Whatsapp-Gruppe gegründet, um Interessierte wie bei einer Art Newsletter über alles Wissenswerte rund um die Kreuzung zu informieren. Auslöser ist der Unfall eines Motorradfahrers gewesen. Etwa 240 Mitglieder zählt die Whatsapp-Gruppe mittlerweile.

Der Gemeinderat beschloss bereits in seiner Sitzung Ende November einstimmig, dass dem Landkreis Mühldorf das Angebot der Möglichkeit einer Vorfinanzierung gegeben werde, um das Bauvorhaben des Kreisverkehrs von MÜ43 und MÜ32 zeitnah umsetzen zu können.

Kreisstraße bei Unterreit kann nicht ausgebaut werden

Kann doch noch nicht ausgebaut werden: Die Kreisstraße MÜ44 bei Unterreit.

Aktuell bestehe die Möglichkeit, die Maßnahme auf das Haushaltsjahr 2019 vorzuziehen. Grund sei, dass der Vollausbau der Kreisstraße MÜ44 bei Unterreit aufgrund von Grunderwerbsproblemen nicht vorgenommen werden könne. "Die hierfür im Haushalt eingestellten Mittel in Höhe von 700.000 Euro können zur Deckung der Kosten für die Errichtung des Kreisverkehrs herangezogen werden", berichtete Thomas Bumberger, Abteilungsleiter für Kommunalen Hoch- und Tiefbau im Landratsamt dem Ausschuss.

Die Verwaltung habe die Förderfähigkeit des Projekts bei der Regierung von Oberbayern vorab geprüft und hierzu bereits eine vorzeitige Genehmigung für Zuwendungen erhalten. Auch die notwendigen Erwerbungen von Grund seien bereits geklärt. 

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