"Prügel zwischen die Beine"

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Haag - Alles läuft hervorragend, so die Bilanz, die jetzt von der Faschingsgemeinschaft Haag bei der Generalversammlung gezogen wurde. Beklagt wurde einmal mehr, dass dem Faschingszug unnötige Probleme bereitet würden.

Die FaGeHa fasste im Café Bauer eine "sehr erfolgreiche Saison" zusammen. "Alle haben mitgezogen, die Saison ist sehr gut gelaufen", so Faschingspräsident Herbert Zeilinger in seinem Bericht.

Er unterstrich den Stellenwert der Jugendarbeit der FaGeHa. Seit der Selbständigkeit im Jahre 1997 habe man die Programme erweitert, keine Personal- und Nachwuchssorgen mehr und damit einen "erheblichen Beitrag zur Jugendarbeit" geleistet.

Der Erlös aus den großen Veranstaltungen fließt laut Zeilinger in die Jugend. Bei der FaGeHa dürfe jeder ohne Aufnahmehürden mitmachen. Das ganze Jahr über trainieren die Aktiven. Alle Trainerinnen sind ehrenamtlich "mit sehr viel Zeit und Energie" im Einsatz, so der Präsident. Das habe der Haager FaGeHa und ihren Aktionen während der Saison weitum Akzeptanz eingebracht.

Nur in Haag, so die harsche Kritik des Faschingspräsidenten, werfe man den Organisatoren des Faschingszuges, den Hütern des Brauchtums vom närrischen Treiben, Prügel zwischen die Beine: "Man will uns ausbremsen." Den letzten Zug habe man wegen der erhöhten Auflagen gerade noch durchführen können. Man hatte in einem erweiterten Bereich für mehr Sicherheit gesorgt.

Überall ende der Fasching um Mitternacht. Die Haager mussten dagegen bereits um 22 Uhr schließen. "Die wollen uns demoralisieren", so Herbert Zeilinger. Für nächstes Jahr werde er trotzdem wieder Mitternacht als Schlusspunkt beantragen und alles daran setzen, den Zug durch das Zentrum zu lenken, wie es seit Jahrzehnten in Haag üblich war.

Den Lohn für das Tanzen erhielten die Kinder der Garden nicht nur mit dem Applaus, sondern auch in einem großen Ausflug zu den Filmstudios mit Drehen eines Streifens. Der "Gardefestmarathon" mit gemeinsamen Auftritten von Groß und Klein an einem Tag habe sich bewährt und werde beibehalten.

Einen weiteren Höhepunkt garantiert der FaGeHa der Galaball, den inzwischen Stammgäste im Bürgersaal jährlich ausbuchen. Die Kinder fanden an den FaGeHa-Clowns Gerti Zeilinger und Manuela Jakuschak im Pfarrheim ihre Freude. Zum zweiten Mal füllte der "Unsinnige" den Bürgersaal mit über 300 "Weibern" bei "sehr schöner Stimmung".

Kassiererin Karin Lipp errechnete für die 200 Mitglieder auch zur nächsten Saison ein Polster. Die höchsten Ausgaben verschlangen mit 10 000 Euro die Kostüme vor der Dekoration und den Versicherungen.

Von 24 Aktiven bei den "Carambas", die bereits zweimal wöchentlich trainieren, berichtete Evi Mangstl. Als erste eigene Nachwuchstänzerin sei Daniela Loiberstetter, die mit den "Kids" begonnen hatte, nun bei den "Großen" eingetreten. Die beachtliche Zahl von 29 "Teenies" listete Marissa Binder auf. Der Einmarsch sei schon einstudiert und "alle total motiviert". 30 ebenso motivierte "Kids" haben Karin Lipp und Petra Bauer-Würdinger. xy

Rubriklistenbild: © dpa

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