Polizeibilanz rund um Haager Faschingstreiben

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Der Faschingswagen "Holzfäller extrem" aus Pfaffing und das 20-jährige Unfallopfer kurz vor dem Zwischenfall.

Haag in Oberbayern - Die Polizei zieht Bilanz: Am Faschingsdienstag kam es zwar zu Zwischenfällen rund um das Faschingstreiben, aber allzu turbulent war das Ganze nicht.

Bereits während des Faschingszugs ereignete sich – wie bereits berichtet – ein Verkehrsunfall, als ein 20-jähriger Begleiter eines Faschingswagens stolperte und mit beiden Beinen unter die Räder des Anhängers geriet und von diesen dann überrollt wurde. Er musste mit schweren Beinverletzungen vom BRK ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Fahrer des Gespanns hatte den Unfallhergang nicht mitbekommen.

Gegen 15.48 Uhr wurde die Polizei verständigt, weil eine Gruppe von betrunkenen Jugendlichen auf dem Parkplatz hinter der Raiffeisenbank mit Flaschen warf und Sachbeschädigungen zu befürchten waren. Beim Eintreffen der Polizeistreife waren die Jugendlichen allerdings schon weg, die Spuren ihrer Aktivität in Form von Flaschen und Scherben waren allerdings noch deutlich sichtbar vorhanden.

Gegen 16.30 Uhr kontrollierte eine Zivilstreife der Polizei am Haager Marktplatz ein 15-jähriges Mädchen, das Zigaretten dabei gehabt hatte. Da Minderjährigen das Rauchen in der Öffentlichkeit aufgrund des Jugendschutzgesetztes nicht erlaubt ist, wurden die Glimmstängel des Teenagers vorübergehend sichergestellt und nach Rücksprache mit dessen Eltern vernichtet.

Gegen 17 Uhr forderte der Sicherheitsdienst die Polizei an, nachdem vor dem Zelt am Bräuhausplatz sechs Personen in Streit geraten waren. Die vom Sicherheitsdienst getrennten Streithähne hatten dann allerdings bis zum Eintreffen der Polizei das Weite gesucht.

Gegen 17.30 Uhr fiel einer Polizeistreife in der Zeno-Kern-Straße ein Kleinkraftrad auf, an dem kein Versicherungskennzeichen angebracht war. Als der Fahrer dann angehalten werden sollte, flüchtete er zunächst, konnte dann aber doch nach kurzer Verfolgungsfahrt gestoppt werden. Der Fahrer, ein 17-jähriger Schüler aus Maitenbeth, konnte lediglich eine Mofaprüfbescheinigung vorweisen. Eine Fahrerlaubnis für sein gut 50 km/h schnelles und damit führerscheinpflichtiges Gefährt hatte er nicht, weshalb gegen ihn neben eines Vergehens nach dem Pflichtversicherungsgesetzt auch noch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis Anzeige erstattet wird.

Gegen 17.50 Uhr gerieten auf dem Bräuhausplatz ein 20-jähriger Haager und ein 19-jährigen Babenshamer in Streit und schlugen aufeinander ein. Ihr Streit wurde dann allerdings von Kräften des Sicherheitsdienstes geschlichtet und die beiden Kontrahenden wollen sich nun noch überlegen, ob sie gegeneinander Anzeige erstatten.

Gegen 18.30 Uhr wurde eine bewusstlose Person beim Dönerhaus am Bräuhausplatz gemeldet. Hierbei handelte es sich um einen stark betrunkenen 16-jährigen Jugendlichen, der, wie erste Ermittlungen ergaben, auf das dortige WC gehen hatte wollen. Kurz nachdem er von seinen Freunden weggegangen war, lag er dann bewusstlos neben dem dortigen Stromverteilerkasten. Aller Wahrscheinlichkeit dürfte er wegen des übermäßigen Alkoholgenusses ohne Fremdeinwirkung gestürzt sein, wobei er sich leichte Verletzungen zuzog. Er kam erst im BRK-Fahrzeug, mit welchem er ins Wasserburger Krankenhaus gebracht wurde, wieder zu sich.

In der weitern Folge kam es dann mehrmals zu sich anbahnenden tätlichen Auseinandersetzungen, deren Ausweitung allerdings durch das sofortige Eingreifen von Sicherheitsdienst und Polizei unterbunden werden konnte. Im Festzelt selbst kam es erfreulicherweise zu keinen tätlichen Auseinandersetzungen. Auch wurde die Veranstaltung dort pünktlich um 22 Uhr beendet. Insgesamt betrachtet verlief das Faschingstreiben aus polizeilicher Sicht nicht so turbulent wie dies in einigen Vorjahren der Fall war und damit eigentlich weitgehend zufriedenstellend.

Gegen 22.50 Uhr wurde bei der Polizei schließlich noch gemeldet, dass in der Mühlstraße in Haag-Rosenberg ein Pkw auf einen anderen aufgefahren und der Fahrer nach dem Aufprall sogleich weitergefahren war, ohne sich um den verursachten Schaden zu kümmern. Allerdings hatte der Aufprall auch zu einem Reifenschaden am Verursacherfahrzeug geführt. Ca. 500 Meter entfernt konnte der Fahrer, ein 24-jähriger Haager, dann im Zuge der örtlichen Fahndung angetroffen werden, als er gerade seinen Reifen wechseln wollte. Da er stark alkoholisiert war, wurde bei ihm eine Blutentnahme veranlasst und sein Führerschein sichergestellt.

Wie sich im Nachhinein noch herausstellte, hatte der Unfallverursacher bereits vorher in der Birkenstraße eine betonierte Gartensäule gerammt und war weitergefahren. Gegen ihn wird Anzeige erstattet wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort. Der durch die Unfälle verursachte Sachschaden lag bei ca. 9.000 Euro.

Pressemeldung Polizeistation Haag in Oberbayern 

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