Parkplätze weiter ein Problem-Thema

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Haag - Es geht nichts voran mit dem Parkzentrum an der Haager Rute. Nun soll wenigstens ein erster Bauabschnitt auf der Fläche verwirklicht werden, die schon zur Verfügung steht.

Sorgen bereitet den Gemeinderäten seit über einem Jahr die Frage der neuen Parkfläche an der Rute vor dem Krankenhaus. Nach dem Scheitern des ursprünglich geplanten Parkhauses entschlossen sie sich, eine großzügige ebenerdige Fläche für Pkws zu verwirklichen. Bedarf hatten nicht nur die Gewerbetreibenden des Haager Zentrums angemeldet, sondern auch die Verantwortlichen von Krankenhaus und Ärztehaus, allen voran Landrat Georg Huber.

Die Grundstücksverhandlungen zogen sich wegen einiger Teilflächen in die Länge, bis endlich auch diese von der Gemeinde erworben werden konnten. Städteplaner Eberhard von Angerer hatte bereits vor einem Jahr den Parkplatzentwurf in Form eines großen P zwischen Krankenhaus und Rute vorgestellt. Zielvorgabe war für ihn: möglichste viele Parkflächen, möglichst wenig Eingriffe in den Bestand, möglichst kostensparend.

Die große Einfahrt wollte er neu und zentral von der Rute aus gestalten. Von dem neuen Areal aus sollten mehr Zugänge direkt in das Krankenhaus geschaffen werden. Die Fahrgassen zu den Stellplätzen sind mit 6,80 Meter Breite geplant.

Unverändert gilt, dass das Gelände, das einen Höhenunterschied von 1,20 Meter aufweist, zu bearbeiten ist. Die Eingriffe betreffen auch den Bestand des Obstgartens, der dem Vorhaben zum Opfer fallen wird. Nur ein "dominanter Baum" solle erhalten werden, so der Plan. Für den Obstbaumbestand versprach der Städteplaner aber Ersatz.

Eine Hürde bei den Behörden könnte seiner Meinung nach auch die unvermeidliche Änderung des "ortsbildprägenden Grün" sein.

Der erste Entwurf sah 94 Stellflächen zu je 2,50 auf 4,50 Meter vor. Entgegenkommen wollte man den Anliegen der Geschäftsleute im Zentrum, indem für die Angestellten reservierte Flächen entstehen sollen. Die Baukosten veranschlagte der Planer auf 280 000 Euro.

Nachdem die Planungen auf dem Papier vorlagen, aber vor Ort nichts voranging, soll das Projekt nun in zwei Teilen verwirklicht werden. "Der Städteplaner soll eine neue Variante vorlegen", so Bürgermeister Hermann Dumbs. Danach würde der ursprüngliche Bereich sofort in eine Parkfläche umgewandelt werden. Den zweiten Teil, der momentan noch als Grünfläche im Flächennutzungsplan eingetragen ist und eine Änderung benötigt, will man danach verwirklichen. Als Devise verlangte Dumbs: "Zügig weitermachen!"

xy/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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