Maitenbeth wird grün

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v.l. Bruni van den Mieden, Cathrin Henke, Dieter Janecek Alexander Neumaier und Werner Freiberger

Maitenbeth - Praktikable Jugendarbeit, Umgang mit Sendeanlagen, Erhalt der dörflichen Struktur, Atomausstieg - Alles Vorsätze des neuen Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen.

Im gesamten Landkreis Mühldorf am Inn wurden bei vergangenen Wahlen prozentual die höchsten Wahlergebnisse in Maitenbeth für die Bündnis90/die Grünen erzielt. Nun waren am vergangenen Montag interessierte Bürger im Gasthaus Boschner in Maitenbeth eingeladen, um sich zur Gründung des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen zu informieren. Stellvertretend für die „grüne Idee“ im Westlichen Teil des Landkreises Mühldorf stehen nun regional in Maitenbeth, Architekt Alexander Neumaier, Bruni van der Mieden, Rentnerin und Werner Freiberger, Bankkaufmann und Programmierer mit Ihrer Lebenserfahrung zur Verfügung.

Pratikable Jugendarbeit

Ein wichtiges Ziel sei für Alexander Neumaier, in Maitenbeth den Weg zu einer praktikablen Jugendarbeit zu öffnen da bisher meistens nur „darüber geredet“ wurde und nicht viel geschehen ist und die Jugend doch unser wichtiges Gut ist. Des Weiteren wurde im Umgang mit neuen Sendeanlagen im Gemeindebereich bisher unachtsam, ja fast schon bedenkenlos umgegangen. Gemeindebürger müssen frühzeitig in Aktivitäten wie Planfeststellungsverfahren oder die Standortsuche mit einbezogen werden, denn die Verantwortlichkeit mit eventuellen Langzeitschäden für die nachfolgenden Generationen sei nicht von der Hand zu weisen, was erst relativ spät nach der Genehmigung des Sendemastes der deutschen Wetterdienstes ans Licht kam.

Zum Wohle des Bürgers

Um die dörfliche Struktur zu erhalten und nachhaltig zu stärken, stehen fachliche Kompetenzen und planerisches Wissen für die Zukunft Maitenbeths seitens des Ortsverbandes der Grünen nun zur Verfügung. Die Grünen sollen in Maitenbeth keine „Opposition“ erreichen, sondern vielmehr muss die regionale Devise lauten: „Mitarbeit in der Gemeinde – zum Wohl des Bürgers“. Kreisvorstandssprecher Peter Uldahl aus Ampfing bestätigte dieses „normale Verständnis“ für Politik und fügte an, dass das klassische Bild der Grünen mit „Das wollen wir nicht“ ausgedient habe, denn Heute zählen keine Hau-Ruck-Aktionen sondern die Problemlösung mit Begründungen und entsprechend ausgearbeiteten Lösungsansätzen.

Cathrin Henke, Kreisrätin in Mühldorf verwies auf den Erfolg der Grünen, welchen die konsequente Verfolgung von gesteckten Zielen innerhalb der letzten dreißig Jahre beweise.

Im Landkreis Mühldorf wackelt der Boden bereits in Gars und Buchbach für die bestehenden Mittelschulen – doch dieses Problem werden auch vor allem kleinere Gemeinden wie Maitenbeth in den nächsten Jahren einholen, was dann zum gewaltigen Aufschrei führen wird.

Bürger wissen, wer bloß "g'scheid daherredt"

Der Landesvorsitzende Dieter Janecek freute sich über die Gründung des Ortsverbandes Maitenbeth, denn „Grünenpolitik macht Spaß“ und sorgt weiterhin für leichte Nervosität bei der CSU in Bayern. Eine Diskussion wegen bis zu zehnfachen Abständen bei Windkraftanlagen sei für die CSU nicht gerade förderlich und gleiche einem „Stopp in der Energiewende“. Auch beim Atomausstieg nach der Katastrophe in Fukushima war der Ausstieg ein einstimmiger Beschluss durch alle politischen Lager. Mittlerweile mehren sich die unterschiedlichsten Meinungen und selbst Kreditbürgschaften zum Bau von Atomkraftwerken im Ausland werden seitens der deutschen Regierung weiter unterstützt. Dieter Janecek erwähnte, dass die Bürger sehr wohl in der Politik unterscheiden, „wer nur G´scheid daherredet und nichts auf die Reihe bekommt“ und wer seinen Zielen treu bleibt.

Sinnbildlich beendeten die drei Initiatoren Alexander Neumaier, Bruni van den Mieden und Werner Freiberger die Gründungsveranstaltung nach dem Motto „wir gestalten die Zukunft in Maitenbeth mit“.

 

aj

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