Rathaus als Anbau an die Alte Post?

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Maitenbeth - Eine Überraschung gab es bei den Vorgesprächen zum Rathausneubau: Die Idee, diesen als Anbau an die "Alte Post" auszuführen, will der Gemeinderat nun intensiv prüfen.

Zum Rathaus-Neubau beziehungsweise zur Gestaltung der Ortsmitte hat der Gemeinderat einen städtebaulichen Architekten-Wettbewerb beschlossen. Dafür hat sich das Preisgericht nun formiert und eine Idee auf den Tisch gelegt, die nicht nur Bürgermeister Josef Kirchmaier überraschte: Wenn das Rathaus in einer Art Dreiseit-Gebäude an die denkmalgeschützte Alte Post angebaut würde, könnte man Synergieeffekte nutzen, von der Heizung über Treppenhaus und Aufzug bis zu Toiletten und der gemeinsamen Raummnutzung.

Da es bisher schon viele Vorgespräche mit Ortsplanern und Fachgremien über die Gestaltung der Maitenbether Mitte gegeben hatte, diese Möglichkeit bisher aber noch nie thematisiert worden war, sah sich der Gemeinderat nun mit einer schwierigen Situation konfrontiert. Denn der Ideenwettbewerb für das Rathaus soll am 15. April abgeschlossen sein. Um eine Anbaumöglichkeit realistisch zu erhalten, müsste es bis dahin aber auf der Postbaustelle einen Baustopp geben. Außerdem gibt es gültige Verträge mit verschiedenen Bauhandwerkern, die dann zumindest teilweise in Frage gestellt wären.

Eine rechtlich schwierige Situation also, doch der Gemeinderat war einstimmig dafür, die auf den ersten Blick bestehende Möglichkeit des Anbaus in den Wettbewerb aufzunehmen. Voraussetzung sind allerdings positive Stellungnahmen der Regierung wegen der Zuschüsse für die Alte Post, der VOB-Vergabestelle und natürlich des Denkmalamtes, die nun umgehend eingeholt werden.

Aber auch wenn es doch einen eigenständigen Neubau geben sollte, will man künftig die Alte Post für die Gemeindearbeit mitnutzen. So wurde ebenfalls beschlossen, keinen eigenen Sitzungssaal für den Gemeinderat einzuplanen, sondern dafür den dortigen Gemeindesaal zu verwenden. Und auch ein spezielles Trauungszimmer soll es im neuen Rathaus nicht geben, dafür soll der Gruppenraum in der Alten Post genutzt werden.

Hintergrund dieser Beschlüsse war der Versuch, mit dem Abspecken des Raumprogramms die Kosten für den Rathausneubau überschaubar zu halten. Es waren nämlich Zweifel laut geworden, dass die ursprüngliche Schätzung von einer Million Euro zu halten ist. Eine wesentliche Kostensteigerung sei einfach nicht zu finanzieren, so die Gemeinderäte, dann gebe es kein neues Rathaus. Gleichzeitig wurde den Architekten mitgegeben, bei der reduzierten Planung spätere Anbaumöglichkeiten offen zu halten.

koe/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Haager Land

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser