Sanierung der "Alten Post":

Bund der Steuerzahler hat noch Fragen

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Der Bund der Steuerzahler wurde auf die "Alte Post" in Maitenbeth aufmerksam, teilte Bürgermeister Josef Kirchmaier in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit.

Maitenbeth - Der Bund der Steuerzahler ist auf die "Alte Post" aufmerksam geworden. Zu der Sanierung fordert er ausführliche Informationen.

Dies teilte Bürgermeister Josef Kirchmaier in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit.

Kirchmaier verlas das Schreiben des Bunds der Steuerzahler. Er betonte, dass "man alles bereits zigmal habe prüfen lassen, sonst wären ja gar keine Zuschüsse gekommen". Festgestellt worden sei auch, dass dieses Gebäude von überregionaler Bedeutung sei. Nun dürfe die Verwaltung Nachweise über sämtliche Stellungnahmen der Behörden und der Architekten herbeischaffen und dem Steuerzahlerbund mitteilen, was man eh schon die ganzen Jahre über immer wieder bekanntgegeben habe.

Der Hinweis an den Bund der Steuerzahler sei aus der Bevölkerung gekommen, hieß es. "Man könnte ja auch miteinander reden", meinte der Bürgermeister, leider geschehe das nicht. Die Gemeinderäte sahen das entspannter. "Ich krieg da kein schlechtes Gewissen", meinte Herbert Unterhaslberger dazu. Andere bedauerten, dass die sowieso schon unterbesetzte Verwaltung jetzt etwas bearbeiten müsse, was schon bekannt sei.

Ein Vorwurf in dem Schreiben war, dass die Rückwand des Gebäudes betoniert sei, damit es nicht zusammenfalle und das passe nicht zu einem alten Gebäude. Allerdings liege dahinter der Aufzug, meinte der Bürgermeister. "Das ist nicht anders zu machen, das ist außerdem der Anbau", so der Bürgermeister.

Architekt Udo Rieger gab eine Kostenübersicht. Der Rahmen sei um 18 Prozent überschritten. 1,1 Millionen Euro hieß es vor zwei Jahren, jetzt sind es 180.000 Euro mehr geworden, so Rieger. Teurer geworden seien hauptsächlich die Zimmererarbeiten, die technischen Anlagen. Bemerkbar habe sich auch die allgemeine Preissteigerung gemacht. Wegen gedeckelter Zuschüsse bleiben der Gemeinde diese Mehrkosten. Der Gemeinderat riet davon ab, "zum Schluss die Nerven zu verlieren", so Unterhaslberger, und am Erscheinungsbild zu sparen, denn das bleibe. Alois Kainz wiederholte sein Angebot, einen Küchenblock kostenlos zu montieren.

Entschieden hat der Gemeinderat über den Bodenbelag. Der Architekt hatte Muster dabei. Nach einiger Überlegung wählte der Rat geölte Eichendielen für den Saal. Genannt wurden etwa 40 Euro für den Quadratmeter. Für den früheren Wohnteil genügen Dielenbretter aus Lärche. Den alten Boden, bedauerte der Bürgermeister, habe man aufwendig ausgebaut und gelagert, der sei aber nicht mehr zu verwenden. Zum einen vertrage der sich nicht mit der Fußbodenheizung und zum anderen seien beschädigte Stellen sogar ausbetoniert worden. Alois Kainz befürchtete, dass Lärche rötlich werden könnte.

Im Eingangsbereich und überhaupt auf der Verkehrsfläche sei ein Bodenziegel geeignet, erklärte der Architekt. Zum Haus passend habe man einen "Wasserburger Typ" gefunden, der allerdings wegen seiner unterschiedlichen Dicke nicht einfach zu verlegen sei, eben eine "alte Technik", aber passend, was auch der anwesende örtliche Fliesenleger Sebastian Stadler bestätigte.

Bereits vor dem Verlegen sei die Platte zu ölen, danach noch einmal. Man komme auf etwa 100 Euro je Quadratmeter alleine für das Material, das ergebe Mehrkosten gegenüber einem modernen Boden von etwa 13.000 Euro. Das fand der Gemeinderat angesichts der langen Haltbarkeit insgesamt vertretbar.

Für die Sanitärräume sind kleinere Fliesen in weiß vorgesehen. Insgesamt, so der Architekt, habe man sich für warme Töne entschieden. Mit einer Gegenstimme bei den Fliesen entschloss sich der Gemeinderat für diese Bodenbeläge.

kg

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